HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste – Spielzeit 2020/2021 Saisonstart

Do 24. – So 27.09. 20:00 Uhr | Musik/Theater

Maxim Didenko, Vladimir Rannev, Johannes Kirsten, AJ Weissbard, AuditivVokal Dresden (RU/DE)

Kurt Vonnegut erzählt in seinem Roman „Schlachthof 5“ vom Grauen des Krieges und macht zugleich das Erinnern selbst zum Thema. Sein Roman ist Collage, Satire, Biografie, Science-Fiction und alles zugleich. 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind die Fragen, die „Schlachthof 5“ aufwirft, aktuell wie nie. Vor diesem Hintergrund inszeniert der russische Theaterregisseur Maxim Didenko eine neue Bühnenfassung des Romans, als multimediales Musiktheaterprojekt, mit einer Neukomposition des renommierten russischen Komponisten Vladimir Rannev und mit dem Libretto von Johannes Kirsten. Maxim Didenko ist international bekannt für seine bildgewaltige choreografisch-theatrale Bühnensprache. Ehemals Tänzer bei DEREVO, war er jüngst mit seiner Inszenierung „Chapajev und Pustota“ Gast beim Festival „Karussell – Zeitgenössische Positionen russischer Kunst“ in HELLERAU. Mit „Schlachthof 5“ sucht er nach neuen Möglichkeiten eines gegenwärtigen Blicks auf Vonneguts Text und den „Mythos“ Dresden.

 

Fr/Sa 02./03.10. 20:00 Uhr | Musik/Theater

Mit Solistenensemble Kaleidoskop und Solist*innen des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover (DE)

Das Musiktheater „Abschied“ widmet sich dem ungewissen Moment nach einem Ende. Ausgangspunkt ist der letzte Satz „Adagio. Sehr langsam und noch zurückhaltend“ aus Gustav Mahlers 9. Sinfonie. Das bekannte Material Mahlers wird neu interpretiert und im zweiten Teil des Abends erweitert durch eine neue Komposition für Instrumente und Stimmen des US-amerikanischen Komponisten Ethan Braun. Musiker*innen des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover und des Solistenensembles Kaleidoskop lassen ein Mit- und Nebeneinander einzelner Stimmen und Rhythmen entstehen.

 

Fr/Sa 09./10.10. 20:00 Uhr

Lina Majdalanie und Rabih Mroué (LB)

Es war ein sonniger Sonntag, im Jahr 2016, als in einer kleinen Kirche, in einer kleinen Stadt in Polen, eine äußerst merkwürdige Hochzeit stattfand. Sie versammelte die Lebenden und die Toten, verband Fiktion und Wirklichkeit, Politik und Märchen … Basierend auf einer wahren Begebenheit erkunden die libanesischen Künstler*innen Lina Majdalanie und Rabih Mroué jene hybriden, eklektischen Narrative und Symbole, die gegenwärtig in den politischen Diskursen in Polen wirksam sind, und befragen deren gesellschaftspolitische Mechanismen. „Last but not last“ stellt sich den politischen Veränderungen in Polen, die auf umfassendere Entwicklungen in europäischen Gesellschaften, und darüber hinaus, zu verweisen scheinen.

 

23.10. – 01.11.2020

Zeitgenössische Positionen zum Jahr der Industriekultur in Sachsen 2020

Das Themenfestival ARBEIT! behandelt den Begriff Industriekultur nicht als Rückschau, sondern schlägt einen inhaltlichen Bogen zwischen der Industrialisierung und den Transformationsprozessen bis hinein in die heutige postindustrielle Gesellschaft mit ihrer digitalen Arbeits- und Lebenswelt – mit besonderem Fokus auf Sachsen und Ostdeutschland.

Mit Antje Ehmann, Harun Farocki, Irina Pauls, Rimini Protokoll (Stefan Kaegi) & Thomas Melle, Münchner Kammerspiele, andcompany&Co. feat. Arbeiter*innentheater u.v.m.

Festivalprogramm & Tickets

HELLERAU – Europäisches
Zentrum der Künste
Karl-Liebknecht-Str. 56
01109 Dresden

 

 

Das Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt fördert zeitgenössische Musik aller Bereiche und ihre pädagogische Vermittlung.

Das thematische Spektrum reicht von der Tradition der kompositorischen Avantgarde über Klangkunst, Performance, Neue Medien und grenzüberschreitende Konzepte bis zur Improvisation, zum Jazz und zur Musik der Jugendkulturen.

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