„Die Verwandlung“ von Gordon Kampe – Uraufführung am Theater Winterthur und am Staatstheater Augsburg
Gordon Kampes Oper „Die Verwandlung“ nach Franz Kafka auf ein Libretto von Philipp Löhle erlebt seine Uraufführungs-Premiere(n) am 18. September am Theater in Winterthur (Schweiz) und am 10. Oktober am Staatstheater Augsburg. Die Inszenierung stammt von André Bücker, die Musikalische Leitung hat Ivan Demidov.
Mit „Die Verwandlung“ schuf Franz Kafka ein Werk, das sich tief ins kulturelle Gedächtnis eingebrannt hat. Kaum ein Text des 20. Jahrhunderts hat die Krankheiten der Moderne – Entfremdung und Isolation – so eindringlich formuliert. Das Besondere an der Oper von Gordon Kampe ist der konsequente Perspektivwechsel. Grundlage bildet die Schauspielfassung von Philipp Löhle, in der nicht Gregor Samsas Blick aus dem Zimmer im Zentrum steht, sondern das Geschehen auf der anderen Seite der Tür. Vater, Mutter, Schwester und Dienstmädchen erleben wir dabei, wie sie sich Schritt für Schritt vom verwandelten Gregor entfernen und wie in derselben Wohnung eine Nicht-Person, ein Nicht-Ort entsteht.
Weitere Aufführungen gibt es am 20., 23., 24. und 26. September 2026 am Theater Winterthur sowie am 15.10., 20.11., 4.12., 19.12., 17.1. und 3.2. am Staatstheater Augsburg
„CALIGARI“ – Uraufführung von Ulrich Kreppein am Landestheater Coburg
Am 19. September 2026 feiert im „Globe“ des Landestheaters Coburg Ulrich Kreppeins „CALIGARI“, ein Musiktheater nach dem Film „DAS CABINET DES DR. CALIGARI“ seine Uraufführungspremiere. Das Libretto zu der Oper stammt von Alexander Charim, der auch Regie führt.
„Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920) gilt als Meilenstein der Kinogeschichte. In seiner surrealen, albtraumhaften Handlung verschwimmen Wahn und Wirklichkeit, während Machtmissbrauch, Manipulation und die totale Unterwerfung des Individuums auf beklemmende Weise erfahrbar werden. Ulrich Kreppein und Alexander Charim bringen mit „CALIGARI“ nun erstmals diesen Horror- und Psychothriller als Musiktheater auf die Bühne und erzählen den Stoff weniger als Geschichte des Wahnsinns, sondern vielmehr als Anatomie einer Gesellschaft, in der Angst zum politischen Prinzip wird. „Vielleicht“, so Ulrich Kreppein und Alexander Charim, „liegt darin die eigentliche Aktualität des Stoffes: Wir sehnen uns nach dem Herrscher und zugleich nach seiner Vernichtung.“
Weitere Aufführungen gibt es am 23.9. sowie am 4., 9. und 15.10.2026. Karten können HIER erworben werden.

