04. & 05. Juli 2026, UpToThree Festival 2026 – Legierungen – Acker Stadt Palast
Ackerstraße 169/170, 10115 Berlin
Mit der 10. Ausgabe des Sommerfestivals Up to Three widmet sich das ensemble mosaik im Acker Stadt Palast den Legierungen von Elementen mit künstlerischen, klanglichen und gesellschaftlichen Verbindungen. Das Festival, das sich seit 2017 Formationen von bis zu drei Musiker*innen widmet, erforscht in diesem Jahr das Periodensystem als ästhetische und strukturelle Grundlage. Im Zentrum steht die Frage, wie musikalische, technische und soziale Elemente miteinander verschmelzen und neue Formen von Klang und Bedeutung erzeugen können.
An zwei Festivaltagen werden neun neue Arbeiten und bestehende Stücke aufgeführt, ergänzt durch eine Kollektivimprovisation des Ensembles. Die eingeladenen Komponist*innen entwickeln Werke, die von der Idee der Legierung inspiriert sind: der Verbindung von maximal drei Elementen zu neuen musikalischen Stoffen. Dabei gehen auch die Musiker*innen und Komponist*innen neue Legierungen ein.
Das Festival versteht sich als Laborformat: In enger Zusammenarbeit zwischen Komponist*innen und Musiker*innen entstehen Studien, Experimente und Diskussionen, die in zukünftige Projekte einfließen können. Neben den Live-Konzerten vor Ort wird das Programm via Webradio international verbreitet und von der Stimmkünstlerin Nina Guo live moderiert. Up to Three verbindet künstlerische Forschung, Werkstattcharakter und publikumsoffene Präsentation – ein konzentriertes Beispiel für die interdisziplinäre und kollaborative Arbeitsweise des ensemble mosaik.
Gastperformer*innen: Nina Guo, Esther Ropón, Angela Postweiler, Gebhard Ullmann
Kompositionsaufräge: Elena Mendoza, Parham Behzad, Ilona Perger, Alessandro Massobrio, Gebhard Ullmann, Macarena Rosmanich, Marisol Jimenez, Boris Filanovsky, Pablo Garretón
ensemble mosaik
Kristjana Helgadóttir – Flöte, Simon Strasser – Oboe, Christian Vogel – Klarinette, Martin Losert – Saxophon, Ernst Surberg – Klavier, Roland Neffe – Schlagzeug, Chatschatur Kanajan – Violine, Karen Lorenz – Viola, Mathis Mayr – Cello, Niklas Seidl – Cello, Arne Vierck – Klangregie
04. Juli 2026
19:00 Uhr
Boris Filanovsky: Zero Valence (Ne, Kr, Rn) (UA 2026) für zwei Celli
Kristine Tjøgersen: Bubbles (2012) für zwei Holzbläser:innen
Pablo Garretón: Co (UA 2026) für Oboe, Synthesizer, Bratsche und Elektronik
Gebhard Ullmann: MetallMaschinen (Cr, Fe) (UA 2026) für Bassklarinette, Schlagzeug, Cello und Elektronik
20:30Uhr
Alessandro Massobrio: H + He (UA 2026) für Saxophon, Violine und Cello
Christoph Ogiermann: Der unbewegte Beweger (2018) für drei Performer:innen
Esaias Järnegard: fragments of a broken order (2022) für Percussion, Violine und Cello
Macarena Rosmanich: Ti + Ni (UA 2026) für Saxophon, Percussion und Violine
05. Juli 2026
19:00 Uhr
Parham Behzad: Si (UA 2026) für Saxophon und zwei Synthesizer
Juliana Hodkinson: jounce (2016) für Cello
Love Carbin: il (2023) für Streichtrio
Marisol Jimenez: What touch can yield (Ga) (UA 2026) für Klavier, Cello und Synthesizer
20:30Uhr
Ilona Perger: Ein Geheimnis (Sn + Pb) (UA 2026) für Flöte und zwei Synthesizer
Elena Mendoza: Immer/Never (Am, Eu, In) (UA 2026) für B-Flöte, B-Klarinette und Tenorsaxophon
Mathias Spahlinger: 128 erfüllte augenblicke systematisch geordnet, variabel zu spielen (1976) für Singstimme, Klarinette und Cello
Kanajan, Neffe, Strasser: Improvisation (US 2026) für Oboe, Percussion und Violine
Live Performance “The Entertainment” Nina Guo Cashmere Radio
Tickets 18€/e15€ Tagesticket, 12€/e10€ einzelnes Konzert
Gefördert durch die inm – initiative neue musik berlin e.V.
11. Juli 2026, Heroines of Sound – Porträtkonzert mit Iris ter Schiphorst – Radialsystem
Holzmarktstraße 33, 10245 Berlin
Heroines of Sound – Porträtkonzert mit Iris ter Schiphorst
Am dritten Festivaltag treffen elektronische Klangwelten auf intensive vokale und körperliche Präsenz. Mit einem abendfüllenden Porträtkonzert würdigt Heroines of Sound das innovative Schaffen der Komponistin Iris ter Schiphorst.
Gemeinsam mit dem ensemble mosaik und der Stimmperformerin Anna Clementi entsteht ein facettenreicher Einblick in ein über Jahrzehnte gewachsenes Œuvre, das radikale Klangforschung mit performativer Intensität und einer präzisen politischen Materialbehandlung verbindet. Ter Schiphorsts Musik entfaltet eine konsequent feministische Programmatik und verschränkt dabei unterschiedliche Zeit- und Medienebenen.
Programm
Sometimes II (2016/17)
für Frauenstimme, verstärktes Ensemble, Sampler, 2–4 Donnerbleche mit Transducern und Live-Elektronik
für Ernst Surberg und Bettina Wackernagel
Changeant (2004)
für Stimme und Zuspiele ad libitum
Transformationen (2022/26)
Neufassung für Frauenstimme, verstärkte Violine, Viola und Violoncello
Anna’s Song (1993/2026)
aus der Oper Anna’s Wake (1992) – Bearbeitung für zwei Frauenstimmen, Violine, Viola und Violoncello
meine-keine lieder / die aufgabe von musik (2014)
für verstärkte Frauenstimme/Performance, Bassklarinette und Klavier/Sample-Keyboard (1 Spieler*in)
für Inge Müller
Breaking (2012)
für verstärktes Ensemble, Sampler und Live-Elektronik
Mitwirkende
Anna Clementi – Stimme
Catherine Larsen-Maguire – Dirigat
ensemble mosaik: Kristjana Helgadóttir – Flöte, Simon Strasser – Oboe, Christian Vogel – Klarinette, Martin Losert – Saxophon, Daniel Eichholz – Schlagzeug, Ernst Surberg und Esther Ropón – Klavier, Chatschatur Kanajan – Violine, Karen Lorenz – Viola, Mathis Mayr – Violoncello, Arne Vierck – Klangregie.
18. Juli 2026, Songbook – Gedenkkonzert für Bettina Junge – HALLE Tanzbühne Berlin
Eberswalder Str. 10, 10437 Berlin
Songbook – Gedenkkonzert für Bettina Junge (1968 – 2024)
Die Flötistin Bettina Junge, Gründungsmitglied und langjährige künstlerische Leiterin des ensemble mosaik hat mit ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrer künstlerischen Ader die Geschicke des Ensembles und der Berliner Szene wesentlich geprägt. Bis zuletzt für das Ensemble aktiv ist sie am 17.7.2024 nach langer Krankheit verstorben.
Zum Gedenken an diese Ausnahmegestalt des Musiklebens hat mosaik 2025 bereits ein Konzert veranstaltet und wird am 18.7.2026 im zweiten Teil mit einem „Songbook for Bettina“ aufwarten: Komponist*innen, mit denen Bettina Junge eine enge künstlerische Zusammenarbeit und Freundschaft pflegte, schreiben kurze Hommagen für das gesamte Ensemble. Stefan Streich, langjähriger enger Verbündeter von Bettina und dem Ensemble, wird die zweite Konzerthälfte mit einer weiteren Uraufführung für Bettina bestimmen.
Nach dem Konzert kann das Publikum gemeinsam mit dem Ensemble gemeinsam zum 2. Todestag in geselliger Atmosphäre zusammenkommen.
Programm
Joanna Bailie – Tosterglope (UA)
Boris Filanovsky – ankaŭ mi mortos (UA)
Juliana Hodkinson – we pass so slowly, it seems (UA)
Sergej Newski – Kommos (UA)
Petros Ovsepyan – Yerk (UA)
Kirsten Reese – The Prophetess is Weaving Sounds into a Carpet on a Planet Behind Us (UA)
Niklas Seidl – grabpflege (UA)
–
Stefan Streich – Atropos’ Lied (UA)
Besetzung
ensemble mosaik: Kristjana Helgadóttir – Flöte, Simon Strasser – Oboe, Christian Vogel – Klarinette, Martin Losert – Saxophon, Roland Neffe – Schlagzeug, Ernst Surberg – Klavier, Chatschatur Kanajan – Violine, Sarah Saviert – Violine, Karen Lorenz – Viola, Mathis Mayr – Violoncello, Niklas Seidl – Violoncello, Arne Vierck – Klangregie, Enno Poppe – Dirigat
Tickets:
Normal 20€; ermäßigt: Schüler, Künstler, Azubis, Studenten, Arbeitslose 12€
Abendkasse 22€/erm.14€
Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin

