DEUTSCHER MUSIKRAT – Newsletter 24/2022

1. Beim PopCamp Festival präsentierten sich zehn Bands Fans und Fachpublikum

Dieser Pop-Nachwuchs ist bereit für die große Bühne: Zehn hochtalentierte Bands präsentierten sich am Wochenende beim PopCamp Festival im Columbia Theater Berlin. Die Nachwuchsbands begeisterten rund 500 Gäste, darunter viele Brancheninsider. Für Bands wie Paul Weber (aus Köln), Karo Lynn (Leipzig), Leopold (Berlin) und Engin (Mannheim) geht mit diesem Konzert die gemeinsame Förderzeit im PopCamp, dem Meisterkurs für Populäre Musik des Deutschen Musikrates, zu Ende. Der neue Förderjahrgang startet im Herbst.

Das PopCamp ist das Band-Förderprogramm des Deutschen Musikrates, in dem Bands zwischen Studium und Berufseinstieg bei der Professionalisierung ihrer Karrieren unterstützt werden. Durch individuell zusammengestellte Coachings, Vermittlung von Kontakten und einem brancheninternen Austausch erhalten die Musikerinnen und Musiker im PopCamp einen Anschub für ihre Kunst. „Das PopCamp war für mich enorm wichtig“, sagt zum Beispiel der Berliner Musiker Trille, der zum Förderjahrgang 2019 gehörte. „Ich hatte und habe das Gefühl, mich unter Gleichgesinnten austauschen zu können, die an einem ähnlichen Punkt in ihrer kreativen Entwicklung stehen. Das PopCamp ist eine starke Gemeinschaft – gerade weil es hier nicht primär um kommerzielle Dinge geht, sondern vor allem darum, wo wir als Musikerinnen und Musiker stehen und hinwollen. Das ist wirklich etwas sehr Besonderes“.

Die neuen Jahrgänge stehen schon in den Startlöchern: Im September beginnt mit einer ersten Arbeitsphase im Musikbildungszentrum Südwestfalen in Bad Fredeburg für fünf Bands ihre Zeit im PopCamp. Mehr Informationen zum PopCamp finden Sie hier.

 

2. Das Bundesjazzorchester mit der Scott Kinsey Group in der Kölner Philharmonie

Zusammen mit der Scott Kinsey Group ist das Bundesjazzorchester am 25. Juni 2022 in der Kölner Philharmonie zu erleben. Gemeinsam interpretieren sie unter der Leitung von Ansgar Striepens die Musik des 2007 verstorbenen österreichischen Musikers und Komponisten Joe Zawinul, der im Juli dieses Jahres 90 Jahre alt geworden wäre.

Joe Zawinul war einer der einflussreichen Jazz-Musiker des 20. Jahrhunderts – er hat in seiner Zeit bei Cannonball Adderley, als Co-Leader der Band Weather Report und mit seinem Zawinul Syndicate musikalische Standards gesetzt, die bis heute ihresgleichen suchen. Das Programm des Bundejazzorchesters knüpft nahtlos an die erfolgreichen Konzerte Zawinuls mit der WDR Big Band an. Neben den Zawinul-Hits wie zum Beispiel „Birdland“ oder „Mercy, Mercy, Mercy“ stehen in der Kölner Philharmonie Songs aus dem Weather Report- und Syndicate-Repertoire auf dem Programm. Alle Konzertinformationen finden Sie hier.

 

3. 14 neue Talente im Förderprogramm Forum Dirigiere

Das Forum Dirigieren nimmt in diesem Jahr sechs Chordirigentinnen und -dirigenten sowie acht Orchesterdirigentinnen und -dirigenten in sein Förderprogramm auf. Zwei Jurys haben aus 66 Bewerbungen über die Vergabe der Stipendien entschieden. Nach zwei Jahren des Ausfalls und der pandemiebedingten Alternativformate fanden die Veranstaltungen zur Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten erstmals wieder in Präsenz statt.

In der Probenstätte der Philharmonie Südwestfalen in Hilchenbach traten in der Karwoche insgesamt 23 junge Kandidatinnen und Kandidaten, die im Vorfeld von der Jury aus 66 Bewerbungen ausgewählt worden waren, vor das Orchester. Anderthalb Wochen später, am 23. und 24. April, stellten sich 15 Kandidatinnen und Kandidaten mit dem Schwerpunkt Chordirigieren dem zweistufigen Aufnahmeverfahren mit dem Kammerchor der Hochschule für Musik Detmold. Auch sie waren im Vorfeld von einer Jury aus 41 Bewerbungen ausgewählt worden.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erwartet im Forum Dirigieren, einem Förderprogramm des Deutschen Musikrates, ein umfangreiches Arbeitsprogramm mit professionellen Orchestern und Chören. Jährlich finden rund zwanzig Meisterkurse statt, die von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren geleitet werden und den Dirigentinnen und Dirigenten die Möglichkeit bieten, sich unter professionellen Bedingungen weiter zu qualifizieren. Assistenzen, Förderkonzerte, Preise und Stipendien ergänzen das Förderangebot.

 

4. #DMRBetterTogether: Vereinigung deutscher Opern- und Tanzensemble

Der Deutsche Musikrat engagiert sich für die Interessen von 15 Millionen musizierenden Menschen in Deutschland und ist weltweit der größte nationale Dachverband der Musikkultur. Entsprechend weit gespannt ist das Spektrum seiner rund 100 Mitgliedsverbände, die nahezu alle Facetten des deutschen Musiklebens repräsentieren. Zu ihnen gehört die Vereinigung deutscher Opern- und Tanzensembles e. V. (VdO) – der Berufsverband und die Gewerkschaft der künstlerisch Beschäftigten der Musiktheater- und Tanzensembles der deutschen Bühnen einschließlich freischaffender Künstler/innen. Sie vertritt auf allen relevanten Ebenen die sozialen, rechtlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder.

Die VdO ist Tarifpartner des Deutschen Bühnenvereins, dem Bundesverband der öffentlichen und privaten Träger der deutschen Theater und Orchester, mit dem sie zudem eine eigene Bühnenschiedsgerichtsbarkeit unterhält. Sie ist nicht nur Mitglied des Deutschen Musikrates, sondern darüber hinaus in der Sektion Darstellende Kunst und Tanz des Deutschen Kulturrats, im Verwaltungsrat der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen, in der Initiative Urheberrecht und in der Fédération Internationale des Acteurs aktiv. Außerdem gibt sie die Fachzeitschrift „Oper & Tanz“ heraus.

1959 wurde die VdO in Düsseldorf als „Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e.V. in der DAG“ (VdO/DAG) gegründet, die sich als Nachfolgeorganisation des im Dritten Reich zwangsaufgelösten „Chorsänger-Verbandes und Tänzerbundes“ verstand. Mit dem Untergang der DAG im Jahre 2001 verließ die VdO deren schützendes Dach, um fortan umfassend auf eigenen Beinen zu stehen. Die kurz darauf vereinbarte Zusammenfassung aller künstlerisch Beschäftigten an öffentlichen Theatern (abgesehen von Orchestermusiker/innen) in einem Tarifwerk – dem NV Bühne – war ein Schritt, der, gemeinsam mit der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) getan, einen weiteren Meilenstein in der Geschichte moderner Tarifpolitik in der deutschen Theaterlandschaft darstellt.

Im Jahr 2021 beschloss die Bundesdelegiertenversammlung der VdO aufgrund der sich stetig erweiternden Zusammensetzung ihrer Mitgliedschaft und damit ihres gewerkschafts- und kulturpolitischen Verantwortungsbereichs umfangreiche Satzungsänderungen, darunter die Umbenennung der Organisation in „Vereinigung deutscher Opern- und Tanzensembles e.V.“ – weiterhin mit dem Kürzel „VdO“. Sie bleibt dabei aber ihrer Spezialisierung auf das Musik- und Tanztheater treu.

 

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