open music presents

Mittwoch, 17.11.2021, 20.00, Stockwerk, Jakominiplatz 18, 8010 Graz

GeoGeMa

Gerald Preinfalk alto saxophone, soprano saxophone
Georg Vogel piano, M-claviton, synthesizer
Matheus Jardim Aguiar drums

Gerald Preinfalk bewegt sich in denkbar vielen Welten. Als langjähriges, hochvirtuoses Klangforum Wien-Mitglied und Professor an der Kunstuniversität Graz der klassischen und Neuen Musik verschrieben, komponiert er auch selbst, ist aber gleichfalls höchst eloquenter Improvisator und gefragter Saxofonist in der österreichischen Jazzszene, u.a. als Duopartner von Akkordeonist Klaus Paier oder aktuell beispielsweise auch als Teil von Christian Muthspiels „Orjazztra Vienna“. In eigenen Projekten überbrückt er immer wieder Genregrenzen, so etwa mit dem Kammer-Jazz-Nonett „Prine-Zone“ (Programmauftrag des Jazzfest Saalfelden für das Eröffnungskonzert 2017), aus dem 2019 mit zwei weiteren exemplarischen Musikern, dem Pianisten Georg Vogel (auch an seinem selbstgebauten mikrotonalen M-Claviton zu hören) und dem brasilianischen Schlagzeuger Matheus Jardim, das Trio GeoGeMa ausgekoppelt wurde. Ausgangspunkt für die Stücke sind A4-Blätter, auf denen Preinfalk „komprimiert die Anleitungen zu Sprungbrettern für die improvisatorischen Höhenflüge“ notiert hat. 2020 erschien auf Jazzwerkstatt-Records der erste Tonträger des Trios, das wohl zu einer der interessantesten Formationen, die derzeit in Österreich zu hören sind, zu zählen ist. In Selbstbeschreibung: „Farben- und variantenreich, wie unsere Geschichte es uns aus Brasilien, Salzburg und Oberösterreich im besten Sinne vorschreibt. Das bedeutet Mikrotonalität existiert melodiös neben pulsierenden Energien vom anderen Kontinent! Ein garantiert besonderer Mix aus der Küche aktuell improvisierender Musiker“, der bei „open music“ nun erstmals in Graz zu erleben ist.

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Montag, 22.11.2021, 20.00, Stockwerk, Jakominiplatz 18, 8010 Graz

Fuzz Noir

Ahmad Schiftner alto saxophone
Peter Rom guitar
Raphael Preuschl bass
Michael Prowaznik drums

Eine der Bands, …, die eine gehörige Portion Neugewürz in die Suppe streute, war das Quartett FuzzNoir, das nun nach 14 Jahren den gemeinsamen Faden wieder aufnahm. Mit dabei Wolfgang Schiftner, damaliger Aufsehen erregender neuer Altsaxophon-Stilist, der sich im Zuge einer musikalischen Auszeit, die jetzt beendet scheint, dem Sufismus zuwandte und nun den Vornamen Ahmad trägt. Und nach wie vor ein stupender Spieler ist. Seine Mitstreiter sind mittlerweile zentrale Persönlichkeiten des Jazzgeschehens vor Ort mit paneuropäischem Wirkungskreis. Sofort ging´s ans ordentlich „Krachenlassen“ wie dereinst. Ausgehend von einer massigen Basslinie, die sich in die Magengrube rockte. Von Preuschl unentwegt, teils rudimentär, teils ausfüllend, melodisch/harmonisch variiert, transformiert. In seinem Spiel durchwirkt sich Gitarrentechnik, in perfektem Arpeggio-Spiel ausformuliert, mit instrumentadäquater Phrasierung. Ergänzt um die rhythmische Kongruenz mit Schlagzeuger Prowaznik. Dessen elastischer funky Punsch im Wechsel mit raffinierten Fill-Ins und Fill-Outs der Musik eine polyrhythmische/ -metrische Diversität einbrennt. Periodizität verläuft zerdehnt oder kurzgefasst. Das sorgte immer wieder für spannungsgesättigte Wendungen. Die polyphone Bewegtheit multiplizierten Schiftner und Rom mit ihren schwergewichtigen Improvisationen. Schifter ist der melodiöse Genius geblieben, der mit lichter Klarheit Klangbänder umsetzt. Sein Ton schneidet den Äther in kleine Stücke. Das hatte ungehemmte Direktheit aber ebenso balladeske Evidenz. Sowohl in horizontalen wie vertikalen Verlaufsformen erspielt Gitarrist Rom raumgreifende Gegebenheiten, die Transparenz des linearen Bauplans der Musik zusätzlich weitend. Filigrane Schwellklänge, klirrende Funk-Akkorde, vertrackte Cluster oder Einzelton-Sustains spielen hierbei eine beträchtliche Rolle. Klangästhetisch wechselt der Gitarrist zwischen „jazz-dry“ und „rock-rotzig“ – nahtlos. Dem musikalischen Breitbandverständnis der Protagonisten entsprechend, schimmern verschiedenste Stileinflüsse durch den primären Jazz-Korpus der Stücke. Alles Originale. Von der Rockmuskulatur, als prägendste „Nährstoffergänzung“ bis zu beispielsweise afrikanischem Highlife. Korrespondierende Improvisationskunst auf höchstem Level mit großem Ohrenmerk auf dem Kollektivklang. Dahinter steckt ausgiebiger Spieldrang und stürmische Vitalität. Musik wie eine Tauschicht, frisch und fliehend. Sie besteht bravourös den Test der Zeit. Wrroooom Zack, das hat gesessen. Bitte dranbleiben. (Hannes Schweiger, Porgyreviews)

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Samstag, 27.11.2021, 20.00, TaO!, Graz

COMING UP SOON

 open music presents

L’arsenale Ensemble

Livia Rado soprano / Ilario Morciano saxophone / Lorenzo Tomio e-guitar / Igor Zobin accordion / Roberto Durante piano, synthesizer / Filippo Perocco conductor, synthesizer

 

Giuliano Bracci Assetata ancora, for soprano, sax, electric guitar, accordion and piano (2015)

Stefano Pierini Rizoma I, for soprano, sax, electric guitar, accordion, piano and electronics (2016)

Marta Gentilucci Aus… Am Grat (2013)

Stefano Trevisi  reaking a curtained haze, for sax, electric guitar, accordion and samples (2009-rev. 2014)

Zeno Baldi Deepstaria (2019), for 2 analogue synths and electric guitar (2019)

Silvia Borzelli di questo – I.andante (2015)

Mauro Lanza I funerali dell’anarchico Acciarito, for intonarumori and other little instruments (2009)

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Sonntag, 28.11.2021, 20.00, WIST, Graz

Don Byron – Aruán Ortiz Duo

Don Byron saxophone, clarinet / Aruán Ortiz piano

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Freitag, 3.12. 2021, 20.00, WIST, Graz

Gabriele Mitelli European 4et

Gabriele Mitelli cornet, soprano sax , voice, percussion / Alexander Hawkins piano / John Edwards double bass / Mark Sanders drums

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Freitag, 10.12.2021, 20.00, WIST, Graz (ACHTUNG geänderter Termin)

Uri Caine Trio

Uri Caine piano / Mark Helias bass / Ben Perowsky drums

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Montag, 13.12.2021, 20.00, Stockwerk, Graz

Sebastian Gramss´ Slowfox

Hayden Chisholm saxophone / Philip Zoubek piano / Sebastian Gramss double bass

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Freitag, 17.12. 2021, 20.00, MUWA, Graz

Junge Stücke

Gerald Preinfalk saxophone / Krassimir Sterev accordion / Dimitrios Polisoidis viola / Philipp Kienberger double bass

 

Stylianos Dimou d’être étouffé, für Quartett (Auftragskomposition, 2021, UA)

Hannes Kerschbaumer keil, für Quartett (Auftragskomposition, 2021, UA)

Pedro Berardinelli Urbe — em si fechada, für Quartett (Auftragskomposition, 2021, UA)

Lorenzo Troiani Appunti per una conchiglia, für Quartett (Auftragskomposition, 2021, UA)

sowie Improvisationen und ein Werk von Anestis Logothetis

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Sonntag, 19.12.2021, 20.00, MUMUTH, Graz

LOGOTHETIS 100

Dimitrios Polisoidis viola / Janna Polyzoides piano / Harald Hieronymus Hein bariton / Gregory Chalier flute / Elena Arbonies Jauregui clarinet / Alyona Pynzenyk violin / Lea Moullet violin / Andraž Frece accordion

 

Anestis Logothetis Labyrinthos, für Ensemble (1965)

Peter Ablinger WEISS/WEISSLICH 4, für Klavier und 5 SpielerInnen (1990/1992)

Anestis Logothetis Meditation, für Klavier solo (1967)

Christoph Herndler mix mit supermixen (2021)

aus: ALL OF THIS I’LL SOON FORGET, für Stimme (1994) / SUPERMIXEN, für Streichinstrumente (2001) / IM SCHNITT, DER PUNKT, für Holzblasinstrumente (2003) / ASCHE, für Akkordeon (2019)

Hermann Markus Preßl N.N./2, für Klavier Solo (1985)

Pauline Olivieros Sound Piece (1998)

Anestis Logothetis Kooptationen I-VII mit kleiner Einlage aus Sysiphos, für Ensemble (1961)

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Das Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt fördert zeitgenössische Musik aller Bereiche und ihre pädagogische Vermittlung.

Das thematische Spektrum reicht von der Tradition der kompositorischen Avantgarde über Klangkunst, Performance, Neue Medien und grenzüberschreitende Konzepte bis zur Improvisation, zum Jazz und zur Musik der Jugendkulturen.

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