Christina Kubisch: Preisträgerin des Giga-Hertz-Preises 2021

Sa, 27.11.–So, 28.11.2021, ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Lorenzstraße 19, 76135 Karlsruhe

Christina Kubisch ist Preisträgerin des Giga-Hertz-Preises 2021

Festival und Preisverleihung für elektronische Musik

Gemeinsam mit dem SWR Experimentalstudio lobt das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien jährlich den Giga-Hertz-Preis für elektronische Musik aus. Preisträgerin des Jahres 2021 ist die Klangkünstlerin Christina Kubisch, die den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis für ihr pionierhaftes Lebenswerk erhält. Die Giga-Hertz-Produktionspreise erhalten Yvette Janine Jackson aus den USA und André Damião aus Brasilien. Lobend erwähnt werden Maja S. K. Ratkje, Viola Yip und Mendi + Keith Obadike. Die Preisverleihung findet am 27. November im ZKM im Rahmen eines zweitägigen Festivals mit Aufführungen der Werke der Preisträger:innen statt.

https://zkm.de/de/pressemappe/2021/giga-hertz-preis-2021

 

Der Giga-Hertz-Preis wird bereits zum 14. Mal für Kompositionen elektronischer Musik verliehen. Den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis erhält in diesem Jahr die renommierte Klangkünstlerin Christina Kubisch für ihr pionierhaftes Lebenswerk. Ihre Installationen verschränken nicht nur auf komplexe Weise akustische und
visuelle Mittel, sondern zeichnen sich vor allem durch den einzigartigen Einsatz von
Klängen elektromagnetischer Felder aus.

Die mit jeweils 5.000 Euro dotierten Giga-Hertz-Produktionspreise werden projektgebunden vergeben. Mit 187 Bewerbungen aus 47 Ländern gab es so viele Einreichungen wie noch nie. Die Jury hat die zwei Produktionspreise an den
brasilianischen Klangkünstler André Damião vergeben, der sich in seiner Arbeit »Chloroquine Pop-ups« (2020) über visuelle und klangliche Elemente im Webbrowser mit der dramatischen Corona-Situation in Brasilien auseinandersetzt
und an die amerikanische Komponistin Yvette Janine Jackson für die Radiooper »Destination Freedom« (2017), in welcher sie Klang und Historie zu einem eindringlichen Narrativ zur Deportation von afrikanischen Sklav:innen nach Amerika aufarbeitet.

Lobende Erwähnungen erhalten das amerikanisch-nigerianische Künstler:innenduo Mendi + Keith Obadike für ihre Installation »Fit (The Battle of Jericho)« (2016), die Norwegerin Maja S. K. Ratkje für die Live-Improvisation »Corona Lockdown Concert for TUSK Festival 2020« sowie das Werk »Bulbble« (2019), das die aus Hongkong stammende Komponistin Viola Yip für ein von ihr selbstgebautes Instrument komponierte.

Pressevertreter:innen sind herzlich zu Festival und Preisverleihung eingeladen. Auch stehen alle Preisträger:innen für Pressegespräche zur Verfügung. Anmeldung unter:
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Der Jury gehörten in diesem Jahr an: Ludger Brümmer (Komponist, Leiter des ZKM | Hertz-Labor, Professor für Komposition für digitale Medien, Staatliche Hochschule für Musik Trossingen), Peter Weibel (künstlerischer Leiter des ZKM), Detlef Heusinger (künstlerischer Leiter des SWR Experimentalstudio), Lydia Jeschke (Redaktionsleiterin Neue Musik und Jazz, SWR2), George Lewis (Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, 2020-21 & Edwin H. Case Professor für amerikanische Musik, Columbia University), Kirsten Reese (Komponistin und Klangkünstlerin, Leiterin des UNI.K |
Studio für Elektroakustische Komposition, Klangkunst und Klangforschung, UdK Berlin).

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