Internationaler Eisenacher Bach Kompositionspreis 2021

Einsendeschluss: 16. Mai 2021

Stadt Eisenach schreibt Internationalen Eisenacher Bach Kompositionspreis 2021 aus

Die Stadt Eisenach schreibt den Kompositionspreis für Orchester erneut weltweit aus. Der Preis wurde im Jahr 2018 durch das Kulturamt der Stadt Eisenach ins Leben gerufen. Damit würdigt die Stadt Eisenach ausdrücklich das Werk und Andenken des 1685 in Eisenach geborenen, bedeutendsten Komponisten der Welt und möchte mit zeitgenössischen Orchesterwerken dieses verpflichtende kulturelle Erbe aktualisieren.

„Komposition ist stärker als Corona“, konstatiert Dr. Achim Heidenreich, Leiter des Kulturamts Eisenach und Initiator des Kompositionspreises: „Die nunmehr dritte aufeinanderfolgende Ausschreibung sind wir unserem großen Sohn der Stadt, Johann Sebastian Bach, schuldig, denn sein Erbe ist uns Verpflichtung, es immer wieder hinterfragend zu aktualisieren.“ Der Kompositionspreis ist ein wichtiger Faktor des Kulturclusters BachWelt_Eisenach, an der sich alle Bach-Akteure der Stadt beteiligen. Die Preissumme beträgt 4.000 Euro.

 

Auseinandersetzung mit Brandenburgischen Konzerten

Die diesjährige Ausschreibung fordert die Komponist*innen auf, sich mit Johann Sebastian Bachs sehr wegweisenden „Brandenburgischen Konzerten“ auseinanderzusetzen. Sie entstanden vor genau 300 Jahren in Köthen, Sachsen-Anhalt. In ihnen wird das Verhältnis von Solopassage und Tuttiklang exemplarisch ausgelotet. Sie dienen noch immer als strukturelle Folie, über der spätere Entwicklungen vorangetrieben werden.

In der Nachfolge wurden zudem immer wieder verschiedene Werke zu thematischen Komplexen gebündelt, etwa Mozart in seinen sechs Joseph Haydn gewidmeten Streichquartetten (1782-1786) oder Paul Hindemith mit den sechs konzertante Kammermusiken (1921-1928), die ohne die Brandenburgischen Konzerte nicht denkbar gewesen wären. Aber auch der Zeitgenosse Wolfgang Rihm fasste mehrfach verschiedene Ensemblewerke zyklisch zusammen, so etwa in seinen „Chiffren“-Ensemblewerken (1982-1988).

 

Die Wettbewerbskriterien sind:

  • Dauer: bis zu 12 Minuten
  • Besetzung: 2.2.2.2.-4.2.3.0.-Pauke-Percussion, max. 3 Spieler (große Trommel, kleine Trommel, 2 Buckelgongs, Röhrenglocken etc.), Streicher: 10-8-6-5-3
  • Die Partitur muss anonymisiert sein. Bei Namensnennung auf der Partitur ist diese vom Wettbewerb ausgeschlossen
  • Zusendung der Partituren ausschließlich in Mailform als pdf.-Datei an email hidden; JavaScript is required
  • Der Einsendungsmail ist eine Kurzbiografie (CV) als separate Datei auf Deutsch oder Englisch anzufügen.
  • Einsendeschluss ist der 16. Mai 2020
  • Der/die Preisträger*in stellt dem Orchester das Orchestermaterial für die Uraufführung zur Verfügung.

Es gibt keine Altersbeschränkung.

 

Jury

Eine zu diesem Zweck gebildete internationale Jury wird aus den eingesandten Werken über das Preiswerk in einer nichtöffentlichen Sitzung entscheiden. Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Uraufführung / Preisträgerkonzert

Die Uraufführung findet voraussichtlich am 15. Juli 2021 im Rahmen des Festivals „Sinfonisches Wochenende“ mit dem Orchester Thüringen Philharmonie Gotha Eisenach unter der Leitung von Markus Huber statt.

 

Förderer

Gefördert wird der Kompositionspreis durch die Kulturstiftung des Freistaats Thüringen, der Freunde und Förderer des Landestheaters Eisenach e.V. sowie der Beratergruppe Eisenach

 

Das Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt fördert zeitgenössische Musik aller Bereiche und ihre pädagogische Vermittlung.

Das thematische Spektrum reicht von der Tradition der kompositorischen Avantgarde über Klangkunst, Performance, Neue Medien und grenzüberschreitende Konzepte bis zur Improvisation, zum Jazz und zur Musik der Jugendkulturen.

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