Klangbrücken Festival – Musique spectrale

16.04.-19.04.2020, Hannover

Das Klangbrücken Festival, eine Kooperation  der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, mit Musik 21 Niedersachsen und der Landeshauptstadt Hannover sowie weiteren freien Musikinstitutionen Hannovers findet annuell im Frühjahr statt und widmet sein Programm einem ausgewählten Komponisten bzw. einer ausgewählten Komponistin zeitgenössischer Musik.

2020 findet das Klangenbrücken Festival in Hannover statt und widmet sich vom 16. bis zum 19. April dem Thema »Musique Spectrale«

Musique spectrale

»Ein Ton wird zur Klangfarbe, ein Akkord zum Spektralkomplex, und ein Rhythmus zu einer Welle von unvorhersehbaren Dauern.« Mit diesen Worten umschrieb der Komponist Gérard Grisey die Klangauffassung der »Musique spectrale«, die sich Anfang der 70er-Jahre im Umkreis des Pariser Forschungsinstitutes IRCAM und des Ensembles L’Itinéraire herausbildete und als eine der bedeutendsten Gegenwartsströmungen der Neuen Musik gilt. Grundlage sind dabei nicht abstrakte Tonordnungen, sondern die physikalische Analyse konkreter Klänge, deren Ergebnisse auf die Komposition für herkömmliches Instrumentarium übertragen werden. Dabei entsteht eine höchst sinnliche und farbige Musik feinster klanglicher Nuancen, die den Hörer ins Innere des Klanges führt. Die Werke der Wegbereiter der »Musique spectrale« – neben Grisey waren dies u.a. Tristan Murail, Michael Lévinas oder Hugues Dufourt – haben zahlreiche Komponisten der nachfolgenden Generation, auch außerhalb Frankreichs, nachhaltig beeinflusst.

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Das thematische Spektrum reicht von der Tradition der kompositorischen Avantgarde über Klangkunst, Performance, Neue Medien und grenzüberschreitende Konzepte bis zur Improvisation, zum Jazz und zur Musik der Jugendkulturen.

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