PM bonn hoeren – sonotopia 2019 Erster Preis für installative Klangkunst an Julio Lugon

Julio Lugon gewinnt den ersten Preis bei  
b o n n  h o e r e n – sonotopia 2019  
Europäischer studentischer Wettbewerb für installative Klangkunst

Die Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn hat am 21. März 2019 im Kunstmuseum Bonn zum fünften Mal den bonn hoeren – sonotopia – Preis für installative Klangkunst vergeben. Preisträger des europäischen Wettbewerbs für Studierende der Klangkunst bonn hoeren sonotopia 2019 ist Julio Lugon (PE/DE), Absolvent der UdK Berlin, Sound Studies.

Mit dem Preisgeld in Höhe von € 10.000 wird er im September 2019 in Bonn eine neue Klanginstallation realisieren, die im Rahmen des Beethovenfestes Bonn präsentiert wird.

Insgesamt 62 Arbeiten von Studierenden europäischer Hochschulen wurden für sonotopia 2019 von der Jury in 2018 in situ erlebt und bewertet.

Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt:

Das scheinbar „bestens Bekannte“ neu entdecken, dies könnte man als Überschrift über den sonotopia-Wettbewerb 2019 setzen. Genau dies tun der erste Preisträger Julio Lugon und die beiden Ausgezeichneten Christiane Wien und Lorenz Pasch – und zwar auf je eigene, und was die Materialität, die formale Gestaltung und die Präsentation angeht, auch ganz individuelle Weise. Was die Arbeiten jedoch verbindet, ist die Tiefe der gedanklichen Durchdringung und die große Ernsthaftigkeit, mit der mit dem Material und dem Raum gearbeitet wird

Erster Preisträger:
Julio Lugon (PE/DE) UdK Berlin, Sound Studies

Julio Lugon wird mit dem bonn hoeren – sonotopia Preis 2019 ausgezeichnet, wegen des Potentials, das die Jury in der Weiterentwicklung seiner Idee von Klang als eigenständiger Entität im Raum sieht. Seine Masterarbeit von 2018, die Installation „Aristotle’s Jungle“, stellt eine Art Bio-Feedbacksystem dar, das aus elektrischen Ventilatoren, Glühlampen, Lautsprechern und einer Reihe von Zimmerpflanzen besteht, die in einen spekulativen Dialog treten – ein faszinierendes Environment aus Licht, Klang und Bewegung, in dem sich trefflich darüber spekulieren lässt, wie Geschichte wohl aussehen würde, wenn man das Nicht-Lineare, das Klängen eigen ist, auf sie überträgt.

Neben dem Hauptpreis gingen zwei Auszeichnungen an:
Christiane Wien (DE) HBK Saar
Lorenz Pasch (DE) KHB Berlin Weißensee

Zudem wurden drei Anerkennungen ausgesprochen für:
Koenraad de Groot
(NL) KABK Den Haag
Hye Young Sin (KR/DE) KHM Köln
Miles Sjögren (DE) HfBK Dresden

CV JULIO LUGON bonn hoeren sonotopia 2019 – erster Preisträger
Julio Lugon, geboren und aufgewachsen in Peru, ist ein multidisziplinärer Künstler mit den Schwerpunkten Klangkunst, experimentelle Musik und Konzeptkunst. Er begann seine künstlerische Karriere in der Malerei und arbeitet heute mit Performance, Videokunst und digitaler Illustration. Er ist experimenteller Musiker, DJ und Radiomoderator.
Julio Lugon absolvierte das Master-Studium Sound Studies (M.A.) an der UdK Berlin. Seine Arbeiten wurden sowohl in Gruppen- als auch in Einzelausstellungen in Spanien, Deutschland, Österreich, Holland und Peru gezeigt. Seine aktuellen Projekte beziehen sich auf Philosophie und Klangkunst. Damit stellt er sich neuen Herausforderungen, die sich auf Umweltfragen beziehen und arbeitet an einer Idee für die mögliche Zusammenarbeit von nichtmenschlichen Entitäten in klanglichen künstlerischen Prozessen und in der Wissensproduktion. mehr

Die Jury des weltweit ersten dotierten studentischen Wettbewerbs für installative Klangkunst bonn hoeren – sonotopia 2019 war in unterschiedlichen Zusammensetzungen an verschiedenen Orten in Deutschland und Europa aktiv.

Sie bestand aus:
Maia Urstad
(stadtklangkünstlerin bonn 2017), Markus Steffens (freier Kurator), Carsten Stabenow (Kurator/Produzent) und Carsten Seiffarth (Juryleitung, Kurator und Projektleiter)

Das Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt fördert zeitgenössische Musik aller Bereiche und ihre pädagogische Vermittlung.

Das thematische Spektrum reicht von der Tradition der kompositorischen Avantgarde über Klangkunst, Performance, Neue Medien und grenzüberschreitende Konzepte bis zur Improvisation, zum Jazz und zur Musik der Jugendkulturen.

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