Programm im Digitalen Mousonturm DMT – Januar 2021

08.01.2021, 20:00 Uhr, Digitale Uraufführung, Live-Stream
09.-12.01.2021, 20:00 Uhr, Replay des Premieren-Streams

Tanzplattform Rhein-Main
Fabrice Mazliah
TELLING STORIES – A Version for Three

3 Performer:innen, 1 Raum, Objekte und die Vielperspektivität des sich überlagernden Erzählens stehen im Mittelpunkt der Choreografie „TELLING STORIES – A Version for Three“ von Fabrice Mazliah. Wie in einem Puzzle stehen Detail und Ganzes nicht in einem klaren Verhältnis zueinander, sondern es sind die Beziehungen zwischen den Teilen, welche die Entwicklung bestimmen. Innere Zustände, der Performer:innen wechseln mit äußeren Beobachtungen, überlagern sich und lösen sich wieder auf. „TELLING STORIES – A Version for Three“ ist eine Adaption des 2015 am Mousonturm uraufgeführten „Telling Stories“, ursprünglich konzipiert für sieben Performer:innen mit dem Kölner MichaelDouglas Kollektiv, das Fabrice Mazliah nun für drei Performer:innen (Katja Cheraneva, Susanne Grau, Tilman O’Donnell) und Kamera ausgearbeitet hat.

Mousonturm-Koproduktion im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main
VVK ab 04.01.2021 auf mousonturm.de, Ticketverkauf möglich bis jeweils maximal 1 Stunde vor der Aufführung

 

17.01.2021, 18:00 Uhr, Digitale Uraufführung, Live-Stream
18.-21.01.2021, jeweils 20:00 Uhr, Replay des Premieren-Streams

Hanna Steinmair
RAGE. A Tennis Western

Zwei Tennisspielerinnen rasten aus auf dem Court. Gewinnen interessiert keine von beiden. Das Spielfeld liegt in Trümmern. Dünner Sand weht über das Feld. Als eiserne Serena Williams-Fans, Country Stars und zugleich zutiefst unbeeindruckte und sehr leicht erregbare ‚Cowboys‘ wagen die Performerinnen Joana Tischkau und Maria Sendlhofer einen Balanceakt zwischen Rivalität und Solidarität, Reenactment und Empowerment in Hanna Steinmairs Stück „RAGE. A Tennis Western“. Zwischen heldenhaftem Selbstmitleid und unkontrollierter Wut werden gleichzeitig die Einschreibungen von Race und Gender auf dem Tenniscourt als fulminantes Spiel verhandelt.

Mousonturm-Koproduktion
Performance
VVK ab 11.1.2021 auf mousonturm.de, Ticketverkauf möglich bis jeweils maximal 1 Stunde vor der Aufführung

 

23.01.2021, 20:00 Uhr, Dauer 3 Stunden Uraufführung (digital)

Susanne Zaun & Marion Schneider
Ich trinke mein Glas leer und träum, dass es schön wär‘. Ein Chor vermisst Dich

Sechs Performerinnen, zahllose Partyrequisiten und die Frage, wie viele Feste man eigentlich schon zusammen gefeiert hat, stehen jetzt im Raum. Was Susanne Zaun & Marion Schneider 2019 als szenisches Experiment mit dem Titel „Diesmal machen wir alle alles allein“ und Herausforderung des zaungäste-Chors begannen, wurde durch die aktuellen Entwicklungen und die daraus resultierende Vereinzelung und Distanzierung plötzlich brisant und real. Können Bildschirmpartys das Bedürfnis nach Gemeinschaft wirklich einlösen? „Ich trinke mein Glas leer….“ setzt da ein, wo die damals entstandenen Soli über Einsamkeit, (fehlschlagendes) sich einander Bekanntmachen, den Kummer und die Lust des Vermissens aufhörten.

Mousonturm-Koproduktion
Performance
VVK ab 18.01.2021 auf mousonturm.de, Ticketverkauf möglich bis jeweils maximal 1 Stunde vor der Aufführung

 

22.01.2021, 20:00 Uhr, Uraufführung
23.-27.01.2021, jeweils 20:00 Uhr

Swoosh Lieu
A Room of Our Own – Vorstellung für Browser und variables Publikum

Geld und ein eigenes Zimmer forderte Virginia Woolf 1929 in ihrem emanzipatorischen Essay „A Room of One’s Own“ und leider erscheint diese Allegorie auf finanzielle und räumliche Unabhängigkeit heute aktueller denn je. Erleben wir in der Corona-Krise doch feministische Backlashs und zunehmend enger werdende ‚Räume‘ für Frauen. In ihrer audiovisuellen Bearbeitung von Woolfs Thesen erkunden Swoosh Lieu, wie Räume beschaffen sein müssen, in denen sich Frauen emanzipieren und selbstverwirklichen können und mit welchen Mitteln diese Räume entstehen können. Sie tun dies aus der Perspektive einer Kamera, die den leeren Theaterraum, seine Plätze, Perspektiven, Lautstärken, Zugänge und Begrenzungen in Zeiten des Lockdowns erkundet – und schließlich jenseits eines neuen Horizontes einen Ort für alle findet, an dem niemand allein ist.

Mousonturm-Koproduktion
Performance
VVK ab 18.01.2021 auf mousonturm.de, Ticketverkauf möglich bis jeweils maximal 1 Stunde vor der Aufführung

 

25.01.2021, 20:00 Uhr,  Online-Premiere (Film)
26.-30.01.2021, jeweils 20:00 Uhr

andpartnersincrime
Das Theater – Nach dem Ende der Versammlung III

2020 und gähnende Leere in Theatern, Konzertsälen und selbst der Römer ist weitgehend verlassen. Ein hartnäckiges Restpublikum vermeidet Nähe, doch meist wird pflichtbewusst gestreamt. Was wäre, wenn Theater und Politik plötzlich an Orten stattfände wo zusammen gekocht, probiert, diskutiert und neue gesellschaftliche Organisationsformen erprobt werden? Was, wenn die Küchen und Kantinen der Stadt jenseits repräsentativer Öffentlichkeit neue Möglichkeiten für Theater schüfen?  Der Film „Das Theater. Nach dem Ende der Versammlung III“ ist Teil des Langzeitprojekts „Nach dem Ende der Versammlung“, in dem sich die Performancegruppe andpartnersincrime mit neuen Formen der Versammlung auseinandersetzt.

Mousonturm-Koproduktion
VVK ab 18.01.2021 auf mousonturm.de, Ticketverkauf möglich bis jeweils maximal 1 Stunde vor der Aufführung

 

Die Januar-Veranstaltungen im Rahmen der HTA-RingvorlesungTheater und die Krise der Demokratie“ in Kooperation mit der Reihe FP Extra der Frankfurter Positionen 2021 finden online im Live-Stream via Zoom statt. Anmeldung wird erbeten unter email hidden; JavaScript is required mit dem Betreff „HTA“.

 

14.01.2021, 18:30 Uhr

Kelly Copper und Pavol Liška vom Nature Theater of Oklahoma sind am 14.01.2021, 18:30 Uhr, zu Gast, seit Jahren eine der interessantesten und skurrilsten internationalen Theatergruppen. Ihre Choreografien, Musicals, Performances und Filme bewegen sich quer durch alle Genres und arbeiten mit Überhöhung, Subversion, Hoch-, Pop- und Trashkultur.

 

21.01.2021, 18:30 Uhr

Christine Abbt, seit März 2020 Professorin für Politische Philosophie an der Universität Graz, ist am 21.1.2021, 18:30 Uhr zu hören. Sie forscht zu Themen der Demokratietheorie, der Ethik und des Erinnerungsvermögens und überprüft in ihrem Vortrag die Begriffe Allotrio- und Polypragmosyne (Fremd- und Vieltun) aus der antiken demokratischen Praxis auf ihre Bedeutung für aktuelle Debatten.

 

26.01.2021, 18:30 Uhr

Am 26.01.2021, 18:30 Uhr, ist die Künstlerin Geumhyung Jeong zu erleben, die Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Choreografie, Performance und bildender Kunst schafft und zu den eigenwilligsten und avanciertesten künstlerischen Stimmen Südkoreas zählt. Mit „TEST RUN“ entwickelt Jeong im Rahmen der Frankfurter Positionen erstmals eine Arbeit in und für Frankfurt am Main.

Das Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt fördert zeitgenössische Musik aller Bereiche und ihre pädagogische Vermittlung.

Das thematische Spektrum reicht von der Tradition der kompositorischen Avantgarde über Klangkunst, Performance, Neue Medien und grenzüberschreitende Konzepte bis zur Improvisation, zum Jazz und zur Musik der Jugendkulturen.

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