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Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt
59. Arbeitstagung vom 30. März bis 03. April 2005

Musik inszeniert - Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Musik heute

 

INMM Tagungen 2005
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KINDER-UNI
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KulturStiftung der Länder

Mit freundlicher Unterstützung durch:
Darmstädter Förderkreis Kultur e.V.
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
HEAG Südhessische Energie AG
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Maria Strecker-Daelen Stiftung
Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Rheinland-Pfalz
Skowronek AV Karlsruhe
Sparkasse Darmstadt
Verband Deutscher Musikschulen
Wissenschaftsstadt Darmstadt

Kooperationspartner:
Akademie für Tonkunst
Centralstation Darmstadt
Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V.,
Regionalverband Rhein-Main-Hessen
DIM Darmstädter Improvisierte Musik
Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Jazzclub Karlsruhe
Jazzinstitut Darmstadt
Ludwig-Georgs-Gymnasium
Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
Südwestrundfunk
Verband Deutscher Musikschulen
Zentrum für Kunst und Medientechnologie, ZKM Karlsruhe

 

Einführung
Bei außerkünstlerischen Phänomenen kann „Inszenierung“ alles meinen: glanzvoll-äußerliche Selbstdarstellung, perfekte Verpackung oder das Aufbauschen einer Marginalie zur marktgängigen Sensation. Alles das deutet auf unübersehbare Tendenzen der Gegenwart.

In der Musik von heute sind sie wohl ebenfalls zu finden. Doch substantieller und vielleicht sogar unentbehrlich ist die Dimension der Inszenierung dann, wenn es um Vermittlung geht. Vermittlung vollzieht sich auf unterschiedlichsten Ebenen: in der Inszenierung eines Konzertes oder Musiktheaterwerkes, im Reden über Musikstücke und deren pädagogischer Aufbereitung, aber auch etwa in Kompositionen selbst, wenn sie Relationen stiften zwischen Texten und Klängen oder zwischen musikalischen Epochen. Ohne verbale Vermittlung blieben manche Phänomene im Dschungel der Gegenwartskultur unbehelligt oder sogar vergessen. Adäquate Präsentation dient der Verständigung. Aber wie sie aussehen kann, muss sich von Fall zu Fall neu zeigen und bewähren.

Unsere Tagung fokussiert einige wesentliche Phänomene der heutigen Musik. Sie widmet sich der Resonanz namhafter Komponisten wie Helmut Lachenmann und Wolfgang Rihm (die beide zur Tagung erwartet werden). Aber sie beleuchtet auch scheinbar Randständiges und diskutiert punktuell auch über das Thema „Musik in den Medien“. Sie möchte faszinierende, durchaus „unvermittelte“ Erfahrungen vermitteln und über deren Präsentation reflektieren. Und sie soll über ästhetische Akzentsetzungen nachdenken, die nicht unbedingt mit den gängigen Strategien des medienorientierten Musikmarktes paktieren.

Programm
59. Arbeitstagung vom 30. März bis 03. April 2005
Musik inszeniert: Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Musik heute

Tagungsort (sofern nicht anders angegeben):
Akademie für Tonkunst, Ludwigshöhstraße 120, 64285 Darmstadt
Telefon Tagungsbüro (06151) 13 2001 ab Do, 31.3.2005, 12:00 Uhr

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Mittwoch, 30. März 2005:
Prolog Stadtmusik

ca. 14:00 - 20:00 Uhr an verschiedenen Orten in Darmstadt
Ein Projekt für die Darmstädter Öffentlichkeit
Leitung: Helmut Bieler-Wendt
in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Katja Erdmann-Rajski und der |vers|fabrik
in Kooperation mit der Akademie für Tonkunst, Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, Ludwig-Georgs-Gymnasium und der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
Den genauen Programmablauf bitte im Institut erfragen: inmm@neue-musik.org, Tel. 06151-46667

Kinder-Uni: Kursangebote speziell für Kinder und Jugendliche

Donnerstag 15:00 – 16:30 Uhr, sowie Freitag bis Samstag 14.00 – 15.30 Uhr: Modelle zum Komponieren mit Schülern
Matthias Handschick

Freitag bis Sonntag, 9.00 – 10.30 Uhr: Experimentelles Musiktheater für Menschen ab 12 Jahren
Peter Ausländer

Donnerstag 14.00 – 15:30 Uhr sowie Freitag bis Samstag, 10.45 – 12.15 Uhr: „Stillarbeit - ich höre was“ – musikalisch-szenisches Projekt für Kinder mit eigentümlichen Klangerzeugern
Erwin Stache

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Donnerstag, 31. März 2005:
Präsentation und Vermittlung

Eröffnungsreferate
14.00 Uhr: „Psst! - Das ist auch Musik.“ Über musikpädagogische Arbeitsfelder und die Aussicht, dass da etwas gedeihe
Peter Ausländer

15.00 Uhr: „Karton-Konzerte“ - zum Ein- und Auspacken von Programmen
Stefan Fricke

ACHTUNG: Konzert und Künstlergespräch am 31.3. wurden verlegt in die Akademie für Tonkunst.

16.00 Uhr: „Der ideale Präsentierteller oder der letzter Ausweg" - Ansprüche und Möglichkeiten für Realisierungen neuer Musik“
Dr. Andrea Edel

17.15 – 18:45 Uhr : „Inszenierungsformen konzertanter Musik“ - Künstlergespräch in der Akademie für Tonkunst mit Erwin Stache, Markus Schmickler, Thomas Lehn, Pei-Yu Shi, Shi-Jong Wang, Volker Staub, Moderation: Volker Staub, Helmut Bieler-Wendt

19:30 Uhr: Konzertinszenierung in der Akademie für Tonkunst
mit Erwin Stache (Klavier und versch. Klangerzeuger), Antje Thierbach (Oboe), Dirk Rothbrust (Schlaginstrumente), Shi-Jong Wang (Pipa), Pei-Yu Shi (Klangregelung), Thomas Lehn, Markus Schmickler (Elektronik)

Teil I: Erwin Stache: „Klänge, Gesten und Motoren“ versch. Kompositionen für Geräuschkarren, Midi-Räder, Lichtsensoren, automatische Scherengitter, Klavier u. a.
Volker Staub: „Larimar“ für Oboe und drei Trommeln (UA)

Teil II: Pei-Yu Shi: „Ich bin another yourself?“ für Pipa und Tonband (UA) in Kooperation mit dem ZKM Karlsruhe
Shi-Jong Wang: traditionelle chinesische Musik für Pipa
Pei-Yu Shi: "Außerdem...I" für 8 Lautsprecher
Markus Schmickler, Thomas Lehn: „Real Virtual I und II“ für Computer und zwei Synthesizer

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Freitag, 01. April 2005:

8.15 – 8.45 Uhr sowie Samstag und Sonntag: Konzentrative und sensomotorische Übungen
Peter Ausländer

9 – 9.45 Uhr: Neue Musik und Inszenierung - Musikdidaktische Perspektiven
Prof. Dr. Hans Schneider

Komponist – Interpret – Werk – Resonanz

Helmut Lachenmann als Phänomen der Musik heute - Grundzüge seiner Ästhetik, Perspektiven der Interpretation und Vermittlung

10.00 Uhr: Musikalische Eröffnung
Helmut Lachenmann: „Ein Kinderspiel“
mit Helmut Lachenmann, Klavier

10.15 Uhr: „Erfolg“ als Ermutigung. Thesen zu Helmut Lachenmann und der Präsenz seiner Musik
Dr. Jörn Peter Hiekel

11.15 Uhr: Unberührte Klangwelten berühren - Lachenmann-Interpretationen im Vergleich
Dr. Ulrich Mosch

12.15 Uhr: Über die Vermittlung von Lachenmanns Musik und ihre Bedeutung für das Schaffen jüngerer Komponisten
Prof. Isabel Mundry

14.30 Uhr: Helmut Lachenmann und das Mitgedachte der Sinnlichkeit. Beobachtungen aus französischer Perspektive
Dr. Martin Kaltenecker

15.30 Uhr: „Schöne Stellen“ - Verwundungen in Lachenmanns jüngsten Werken
Hans-Peter Jahn
Im Anschluss findet eine Diskussion mit Helmut Lachenmann und den Referenten unter der Leitung von Dr. Jörn Peter Hiekel statt.

17.30 – 19.00 Uhr: Praxismodelle mit Lachenmanns Musik
Prof. Dr. Wolfgang Lessing und François Förstel

20.00 Uhr: Konzert mit Klavierwerken von Helmut Lachenmann
mit Yukiko Sugawara und Helmut Lachenmann
Serynade für Klavier (1998), Ein Kinderspiel für Klavier (1980), Guero für Klavier (1970), Wiegenmusik für Klavier (1963), Schubert-Variationen (1956)

23.00 Uhr REX-Kinos, Wilhelminenstr. 9
"Zwei Gefühle" - von Helmut Lachenmann
Ein Film von Uli Aumüller

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Samstag, 02. April 2005:
Inszenierung, Vermittlung, Vermarktung von Pop durch die Medien

9.00 - 10.00 Uhr: Sex sells - Mediale Inszenierungsformen von Sexualität im Pop
Dr. Alexander Schwan

10.15 – 11.15 Uhr: Programmdramaturgie einer Popwelle am Beispiel von SWR3 - Die Gratwanderung zwischen Medienforschung und 'Bauchgefühl'?
Matthias Kugler, SWR 3

11.30 – 12.30 Uhr: Musiknetzwerke und Portale: Identitäten im Netz der Musikkulturen
N.N.

Musik als Zwiesprache: Wolfgang Rihm

14.00 Uhr: Das Werk Wolfgang Rihms im Kontext der musikalischen Tradition und des aktuellen Musiklebens
Dr. Ulrich Mosch

15.00 Uhr: Gedanken zu Wolfgang Rihm
Prof. Jörg Widmann
15.45 Uhr: Komposition und Interpretation
Klaviermusik und Klavierlieder im Schaffen Wolfgang Rihms
mit Thomas E. Bauer (Bariton) und Siegfried Mauser (Klavier)

17.30 – 19.00 Uhr: Wolfgang Rihm im heutigen Musikleben
Podiumsdiskussion über Thesen von Hans-Peter Jahn
Moderation: Prof. Dr. Rudolf Frisius

20:00 Uhr: Zwiesprache – Lieder und Instrumentalmusik von Wolfgang Rihm mit Thomas E. Bauer (Bariton), Siegfried Mauser (Klavier) und Jörg Widmann (Klarinette)
Gesänge aus dem Officium Defunctorum
Werke von Robert Schumann, Wolfgang Rihm (u.a. Hölderlin-Fragmente, 1976/77; Nebendraußen, 1998, nach Gedichten von Hermann Lenz) und Jörg Widmann (Bruchstücke für Klarinette und Klavier, 1997)

22.30 Uhr: Nachtkonzert im Gewölbekeller des Jazzinstituts Darmstadt
Chang-soo Park (Korea) am Klavier und Shi-Jong Wang (Taiwan) an der Pipa in einer Rauminszenierung mit Volker Staub - Saiteninstallation - und Helmut Bieler-Wendt - Raumklänge

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Sonntag, 03. April 2005:
Abschluss

Didaktik der Komposition: Komposition und Musikerziehung - Versuch einer Annäherung
Burckhard Friedrich

9.00 – 12.00 Uhr: Aktuelle Musik in einer veränderten Lebenswelt. Beobachtungen zur Situation und Präsentation aktueller Musik am Beispiel verschiedener Programmkonzepte öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten mit anschließender Diskussion

12.15 – 13.15 Uhr: Präsentation der Ergebnisse der Workshops

Einladung zur Mitgliederversammlung

Sonntag, 03.04.2005, 13:30 - 15:30 Uhr
Tagesordnung:
1. Begrüßung und Festsetzung der Tagesordnung
2. Vorstellung der neuen Geschäftsführerin, Frau Ragna Schümann
3. Tätigkeitsbericht des Vorstands
4. Geschäftsbericht
5. Entlastung des Vorstands
6. Aussprache über die Arbeitstagung 2005
7. Perspektiven 2006/07
8. Verschiedenes
Ergänzende Anträge können bis zum 1. März beim Vorstand schriftlich eingereicht werden.
Für eine kleine Stärkung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Mitgliederversammlung wird gesorgt.

Fortbildung

Die Anerkennung der Tagung als Fortbildungsveranstaltung ist beantragt und von den meisten Länderministerien bereits genehmigt.
Stand: Dezember 2004
Programmänderungen vorbehalten

 


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