Tagung 2009
Neue Musik und andere Künste. Literatur, Bildende Kunst und Architektur
15. bis 18. April 2009
63. Frühjahrstagung des INMM – Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt
Ort der Veranstaltungen, wo nicht anders angegeben: Akademie für Tonkunst, Ludwigshöhstraße 120, 64285 Darmstadt
Förderer:
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Rheinland-Pfalz
Maria Strecker-Daelen Stiftung
Darmstädter Förderkreis Kultur
Sparkasse Darmstadt
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Mittwoch, 15. April bis
Samstag, 18. April 2009
STADTMUSIK
Christina Kubisch: Electrical Walks – Stromspaziergänge im Stadtraum
Electrical Walk Darmstadt 2009
Elektrische und elektronische Geräte bestimmen zunehmend all unsere Lebensformen. Während die elektrischen Schaltkreise und Sender immer kleiner und unsichtbarer werden, verdichtet sich das Netz der elektromagnetischen Felder, die uns umgeben. Der elektrische Strom ist an ein Magnetfeld gekoppelt, das je nach Stromstärke und Stromart variiert. Dieses Feld wird bei den electrical walks in Klang übersetzt.
Die Palette der Geräusche, ihre Klangfarben und Lautstärke, variieren von Ort zu Ort, von Land zu Land. Eines haben sie gemeinsam: sie sind überall, auch dort, wo man sie nicht vermuten würde. Lichtsysteme, elektronische Diebstahlsicherungen, Automaten, Transformatoren, Überwachungskameras, drahtlose Internetzugänge, Handys, Hochspannungsleitungen, Computer, Bankautomaten, Antennen, Leuchtreklamen, mobile Navigationssystemen etc. bilden ein Spektrum von unsichtbaren Stromfeldern, die, wie unter einem Tarnmantel versteckt, doch von unglaublicher Präsenz sind.
Die Electrical Walks sind ein work in progress im öffentlichen Raum, eine Einladung zu Stadtspaziergängen besonderer Art. Die Wahrnehmung ober- und unterirdischer elektrischer Stromfelder, die normalerweise nicht direkt hörbar sind, wird mit speziellen selbstentwickelten elektromagnetischen Kopfhörern akustisch erfahrbar gemacht. Die Stadt selbst wird zum Erfahrungsraum.
Der Electrical Walk Darmstadt ist der 24. Stromspaziergang dieser Serie seit 2004 nach bisherigen Realisationen u. a. in Berlin, Bremen, Chicago, New York, Montreal, Kortrijk, Poitiers, Mexico City etc. Er wurde speziell für die Frühjahrstagung des INMM entwickelt.
Mittwoch, 15. April 2009
ERÖFFNUNGSVERANSTALTUNG
Akademie für Tonkunst, Großer Saal 19.00 – 21.15 Uhr
Peter W. Schatt: BildwirdWortwirdSprachewirdMusik.
Transformation der Künste aus der Sicht künstlerischer Praxis
Helmut Bieler-Wendt & Franz Mon: Zwischen Tönen
Donnerstag, 16. April 2009, Kleiner Saal
THEMENBLOCK 1: DIE VERNETZUNG DER KÜNSTE UND IHRE ÄSTHETIK
- 09.30 Uhr Jörn Peter Hiekel: Einführung in die Tagungsthematik
- 10.15 Uhr Albrecht Wellmer: Die Kunst und die Künste: Intermedialität versus Verfransung
- 11.15 Uhr Isabel Mundry: Der Ort künstlerischen Denkens
- 12.15 Uhr Wolfgang Lessing: Vernetzung der Künste als musikpädagogisches Problem
THEMENBLOCK 2: LITERATURBEZÜGE
- 14.45 Uhr Robert Bonsmann: Von Klangtrauben und Schallhaufen beim Spiel auf der Nervenharfe
- 15.45 Uhr Clemens Gadenstätter: Zum Handeln an Instrumenten und Stimmen
- 16.45 Uhr Dieter M. Gräf: Der Sound der Poesie
- 17.45 Uhr Franz Mon: Über verbale, visuelle und akustisch-phonetische Poesie
20.00 Uhr, Großer Saal: KONZERT I
- Katja Kölle Staccato (2004)
- Max Eastley Performance
- Anna Tretter Linie (2006)
- Peter Ablinger WEISS / WEISSLICH 31e, Membrane, Regen (2002)
Konzertante Version mit 8 Glasröhren
- Kirsten Reese Kugelspiele (2008)
Freitag, 17. April 2009, Kleiner Saal
THEMENBLOCK 3: GRENZGÄNGE IM SCHAFFEN VON BEAT FURRER
- 09.30 Uhr Beat Furrer
- 10.30 Uhr Wolfgang Hofer: VOM BEGEHREN UND DER FAMA. Zu Beat Furrers Musiktheater
- 11.30 Uhr Julia Cloot: Steinbruch und Flussbett. Beat Furrers Umgang mit literarischen Texten
- 12.30 Uhr Wolfgang Rüdiger: Entgrenzte Körper. Ästhetische und pädagogische Aspekte der Ensemblemusik Beat Furrers
THEMENBLOCK 4: MUSIK UND ARCHITEKTUR
- 14.45 Uhr Christa Brüstle: Form – Raum – Situation. Zum Verhältnis von Musik und Architektur
- 15.45 Uhr Hans Ulrich Reck: Proportion, Form, Notation – Struktur, Grenze und dekonstruktive Tendenzen in der Entwicklung der (modernen) Künste
- 16.45 Uhr Christina Kubisch: Die Stadt als Klangraum
- 17.45 Uhr Matthias Handschick: Von Angesicht zu Angesicht. Über das ästhetische Erleben von moderner Architektur und Neuer Musik
20.00 Uhr, Großer Saal: KONZERT II
- Ensemble Aventure, Freiburg
- Nicolaus A. Huber O dieses Licht! (2002)
Trio für Flöte, Violoncello und Klavier
- Beat Furrer presto (1997)
für Flöte und Klavier
- Bernhard Lang Differenz/Wiederholung 1 (1998)
für Flöte, Violoncello und Klavier
- Gerald Eckert Nachtbogen (2001)
Für Flöte und Violoncello
- Beat Furrer Lotófagos (2006)
Für Sopran und Kontrabass
- Rebecca Saunders Into the Blue (1996)
für Klarinette, Fagott, Schlagzeug, Klavier,
Violoncello, Kontrabass
Samstag, 18. April 2009
THEMENBLOCK 5: SCHNITTSTELLEN ZUR BILDENDEN KUNST
- 09.30 Uhr Marion Saxer: Musik und Bildende Kunst im Medienwandel. Gattungsüberschreitende medienreflexive Positionen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart
- 10.30 Uhr Ursula Brandstätter: Transformationen: Zwischen musikalischem und bildnerischem Denken
- 11.30 Uhr Nicolaus A. Huber: THIRTY ARE BETTER THAN ONE (Andi Warhol)
- 12.30 Uhr Peter Ablinger: Das Arboretum Seitelschlag
- 14.45 Uhr Bernhard Lang: "transcribing the body": Körperklang und kinematografische Strategien
- 15.45 Uhr Max Eastley: Kinetic drawing
17.00 Uhr – Großer Saal
ABSCHLUSSPRÄSENTATION
der Workshops der JugendMusikWerkstatt
19.30 – 21.15 Uhr
Mitgliederversammlung im Gewölbekeller des Jazzinstituts Darmstadt
22.00 Uhr KONZERT IV
NACHTKONZERT im Gewölbekeller des Jazzinstituts Darmstadt
Jürgen Ruck
"Caprichos Goyescos"
neue Kompositionen für Gitarre solo nach den Radierungen von Francisco Goya José, María Sánchez, Verdú El sueño de la razón produce monstrous (Cap.43)
Christopher Brandt Gravimetrie (Cap.19)
Bruno Dozza Duendecitos (Cap.64)
Cathy Milliken Wie fliehen? (Cap. 61)
Christian Billian Inbezugnahme zum Capricho "Asta su Abuelo" von
Francisco Goya (Cap. 39)
Uro Rojko Chiton (Cap. 28)
Clemens Gadenstätter / Lisa Spalt Tal para qual
Hilan Delgado
Por que fue sensible
Encore: Tal para qual
4 Szenen nach Francisco Goya für Stimme und Gitarre in einer Person
(Cap. 5, 44 & 32)
Dieter M. Gräf, Günter Baby Sommer
Betrommeltes Sprachvergnügen
Praxisworkshops für Erwachsene
Donnerstag - Samstag, jeweils 8:45 - 9:15 Uhr, Gymnastiksaal
Konzentrative und sensomotorische Übungen
Peter Ausländer
Für Instrumentalistinnen und Instrumentalisten ausgesuchte, aber für jede und jeden geeignete einfache Körperübungen, die Erleichterungen bewirken im Zusammenhang mit Haltung (vor allem Wirbelsäule, Schultergürtel, Becken), Beweglichkeit (vor allem Arme, Hände, Finger), Spannungsregulierung und Atmung.
Bitte eine Decke und für Bewegungsübungen geeignete Kleidung mitbringen.
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Donnerstag bis Samstag, jeweils 11:45 - 13:15 Uhr, Kammermusiksaal
Improvisation
Die Kunst, mit Haltung das Handwerk hinter sich zu lassen. - Improvisation zwischen Intuition und Kontrolle
Helmut Bieler-Wendt und Volker Staub
Lehrerworkshops zur JugendMusikWerkstatt
Nachdem sich in den ersten Jahren unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gezeigt hatte, dass es für die Arbeit und die Entwicklung der Gruppen nicht immer günstig war, wenn wir interessierten Erwachsenen den hospitierenden Zugang zu den Kursen geöffnet haben, überlassen wir die JugendMusikWerkstatt inzwischen exklusiv den jungen Menschen zum ungestörten Arbeiten mit den DozentInnen.
Da wir aber das Interesse von Erwachsenen an dieser Arbeit durchaus nachvollziehen können und es auch fördern möchten, haben wir alle MitarbeiterInnen der JugendMusikWerkstatt gebeten, jeweils einen Workshop-Block speziell für interessierte Erwachsene anzubieten.
Hier besteht dann die Möglichkeit, die Art der Arbeit der Workshop-LeiterInnen mit Kindern und Jugendlichen kennen zu lernen und gegebenenfalls am eigenen Leib zu erfahren, Fragen zu stellen, den Diskurs auf der pädagogischen Ebene zu führen, und dies alles dann mit den Ergebnissen der JugendMusikWerkstatt in der Abschlusspräsentation in Beziehung zu setzen.
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Donnerstag, 17:00 - 18:30 Uhr, Raum 208
Musik und Sprache
Lehrerworkshop zur JugendMusikWerkstatt
Peter Ausländer
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Freitag, 17:00 - 18:30 Uhr, Raum 208
Klingende Räume
Lehrerworkshop zur JugendMusikWerkstatt
Michael Maierhof
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Samstag, 14:45 - 16:15 Uhr, Raum 210
Kunst und Musik im Dialog
Lehrerworkshop zur JugendMusikWerkstatt
Dagmar Schmidt, Antje Günther
FORTBILDUNG
Die Tagung wurde bereits von den meisten Länderministerien als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Hessische Lehrkräfte erhalten für die Teilnahme 30 Leistungspunkte.
TAGUNGSGEBÜHREN
Mitglieder:
Tagung: 57 Euro, bei Anmeldung und Zahlung bis 31.3.2009: 52 Euro
Tagung ermäßigt*: 28 Euro, Anmeldung und Zahlung bis 31.3.09: 25 Euro
Tageskarte: 23 Euro
Tageskarte ermäßigt*: 12 Euro
Nicht-Mitglieder:
Tagung: 82 Euro, bei Anmeldung und Zahlung bis 31.3.2009: 77 Euro
Tagung ermäßigt*: 41 Euro, Anmeldung und Zahlung bis 31.3.09: 38 Euro
Tageskarte: 28 Euro
Tageskarte ermäßigt*: 15 Euro
JugendMusikWerkstatt
25 Euro/Kind inkl. erwachsener Begleitperson für die gesamte Tagung.
Konzertkarten: 10 Euro, ermäßigt*: 5 Euro
* Ermäßigung für Studierende, Schüler, Wehr- und Zivildienstleistende, Arbeitslose
ANMELDUNG ZUR TAGUNG
Vor der Tagung per Post, Fax, E-Mail oder über unsere Website unter Angabe von Name, Anschrift, Beruf, Telefon, E-Mail. Überweisung der Teilnahmegebühr: Konto 566 861 Sparkasse Darmstadt BLZ 508 501 50. Bitte beachten Sie, dass Tagungskarten bis zum 31.3.2009 zu einem geringeren Preis erworben werden können. Ab 15.04.2009 ist auch eine Anmeldung vor Ort im Tagungsbüro möglich.
Bitte beachten Sie: bis zum 31.3.2009 können Tagungskarten zum ermäßigten Preis erworben werden!
MITGLIEDSCHAFT
Mitglieder des Instituts erhalten den jährlichen Tagungsband kostenlos und zahlen eine geringere Tagungsgebühr. Der Jahresbeitrag beträgt ab 2009 50,00 Euro bzw. 20,00 Euro für Studierende, Schüler, Wehr- und Zivildienstleistende, Arbeitslose bei Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung, für Korporationen mind. 80,00 Euro. Eine Beitrittserklärung finden Sie auf unserer Website oder im Institut.
Büro:
Institut für Neue Musik und Musikerziehung
Olbrichweg 15
64287 Darmstadt
Tel. 06151.46667
Fax 06151.46647
inmm@neue-musik.org
http://www.neue-musik.org
Ort der Veranstaltungen, wo nicht anders angegeben: Akademie für Tonkunst, Ludwigshöhstraße 120, 64285 Darmstadt
Stand: Feb. 2009
>> JugendMusikWerkstatt 2009
Kurse und Workshops speziell für Kinder und Jugendliche
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