|
||||
|
Publikationen |
Tagung 2008Spannungsfelder. Neue Musik im Kontext von Technik, Natur und Wissenschaft PROGRAMM Mittwoch, 26. März 2008zwischen 14:00 und 17:00 Uhr Pauluskirchen-Gemeinde Darmstadt Spannungsfelder. Stadtmusik in Kooperation mit der Pauluskirchen-Gemeinde und dem Kulturamt der Stadt Kaiserslautern Auch die 62. Tagung öffnen wir wieder nach Außen und bieten Veranstaltungen speziell für die Darmstädter Öffentlichkeit an. Die STADTMUSIK wird am Mittwoch, den 26. März 2008 die Tagungsthematik in ihrer Relevanz auch für nicht direkt in das Tagungsgeschehen involvierte Menschen in Darmstadt transparent machen. In diesem Jahr konzentrieren wir die Angebote an einem Ort – der Pauluskirchen-Gemeinde. 14:00 Uhr Klangspuren 14:15 Uhr Gespräch mit dem Publikum Wiederholung Clash-Music und Minimal-Music 15:00 Uhr 16:00 Uhr Olivier Messiaen III - Abîme des oiseaux Improvisation Darmstädter Improvisierte Musik (DIM) Olivier Messiaen IV – Combat de la mort et de la vie In seinem mehrsätzigen Orgelzyklus "Les Corps Glorieux" (1939) stellt Olivier Messiaen die Ostergeschichte in sieben Visionen dar. Der Mittelsatz "Combat de la mort et de la vie" hat dabei die Ur-Auferstehung zum Thema. In einer 20minütigen Abfolge wird "der Kampf des Todes mit dem Leben" durch toccatenhafte, düstere bis aufschreiende Akkord-Kaskaden musikalisch-bildhaft dargestellt, welche in ihrem Höhepunkt in eine surreale und verklärte Vision des ewigen Lebens münden. FESTAKT 18.50 Uhr bis 19.05 Uhr Klangspuren Grußworte Festvortrag „In den Spannungsfeldern der Moderne. 60 Jahre INMM Darmstadt“ Festkonzert N.A. Huber (*1939) Clash-Music (1988) für Beckenpaare aus „Herbstfestival“ Klangbaustelle As Time Goes By Waldshut Gemeinschaftskomposition zum Thema Zeit und Bewegung Hanna Glaeser (*1993) Minimal Music (2006) - P A U S E - Roland Pfrengle (*1945) SprachMusik Trio Demierre - Leimgruber – Phillips Natalia Pschenitschnikowa, Stimme und Flöte / Talking Machine (Martin Riches) / Roland Pfrengle, Klangregie / Urs Leimgruber, Saxophon / Jacques Demierre, Klavier / Barre Phillips, Kontrabass / Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaft „Klangbaustelle“ des Hochrhein-Gymnasium Waldshut unter der Leitung von Matthias Handschick Donnerstag, 27. März 2008 10:00 Uhr Kleiner Saal Einführung in die Tagungsthematik: Zwischen Faszination und Ablehnung 10:45 – 18:00 Uhr Kleiner Saal Themenblock I: Impulse und Grenzerfahrungen: Einflüsse von Technik, Wissenschaft und Natur Kunst und Technik Unterricht in Musik zwischen Technik, Natur, Wissenschaft und Kunst ca. 12:30 - 14:30 Pause Technik und Natur(wissenschaft) in der zeitgenössischen Musik "… nur erst einige Bewegungen, als Buchstaben der Natur, …" Neurobiologie und neue Musik – eine Herausforderung für die Musikpädagogik 19:30 Uhr Großer Saal In der Musik unserer Zeit finden sich vielerlei Querverbindungen zu Natur, Technik oder Wissenschaft. Olivier Messiaens Vogelstudien und seine Affinität zu Naturbildern sind ein frühes Beispiel dafür. Komponisten wie Brian Ferneyhough, Adriana Hölszky und Iannis Xenakis greifen bewusst auf (natur)wissenschaftlich orientierte Kompositionsmethoden zurück, und auch der Brite Richard Barrett verweist in seinem Duo „Flechtwerk“ für Klarinette und Klavier auf naturwissenschaftliche Prozesse. Bei „Klangforscherin“ Rebecca Saunders ist es ein eher abstrakter Ansatz, der uns die Klänge als physikalische Phänomene erfahren lässt, während Gordon Kampe verschmitzt auf die Technik der Zukunft anspielt und zugleich Low-Tech-Elemente in seine Musik integriert. Das Konzertprogramm schafft musikalische Bezüge zur Tagungsthematik, welche teils konkret hörbare Zusammenhänge darlegen, teils auf assoziativer Ebene zum Ausdruck kommen, und präsentiert so einen vielschichtigen Überblick über die Musik zwischen Natur, Wissenschaft und Technik. (Eva Zöllner) 20:00 Uhr Großer Saal Adriana Hölszky (*1952) Wolke und Mond (1996) Olivier Messiaen (1908 – 1992) III Abîme des oiseaux (1941) Brian Ferneyhough (*1943) Opus Contra Naturam (2000) Iannis Xenakis (1922 – 2001) Theraps (1975) - P A U S E - Richard Barrett (*1959) Flechtwerk (DEA, 2006) Gordon Kampe (*1976) HAL’s Lullabye (UA, 2008) Rebecca Saunders (*1967) Quartet (1998) Freitag, 28. März 2008 9:30 – 17:30 Uhr Kleiner Saal Themenblock II: Experiment, Klang- und Strukturforschung GENDYN von Iannis Xenakis als kritische Reflexion in der Computergesellschaft Akustisches Modell und komponierte Struktur. Klanganalyse - Interpolation - Transformation im Kompositionsprozess. ca. 12:30 - 14:30 Pause Windwitnessing Musikautomaten im Zeitalter digitaler Klangerzeugung Mensch und Maschine in der Musik - Sinn und Desillusion - Andeutungen Anschließend (ca. 17.00 Uhr) Diskussion mit allen Referenten 19:30 Uhr Großer Saal Live Elektronik, Performance, Experiment Orm Finnendahl (*1963) Versatzstücke (1999-2005) Dirk Marwedel (*1959) TonSchiefer (2007-08) - P A U S E - Klarenz Barlow (*1945) Ludus Ragalis (1974-2003) Josef Anton Riedl (*1929) Silphium (Neufassung 2007) Michael Lentz (*1964) Hier lasse Dort. Anagrammdschungel. (2007) Josef Anton Riedl (*1929) Vielleicht – Duo (Neufassung 2007) Josef Anton Riedl (*1929) Ausfluss, Niederschlag, Spur, Nachhall I, II, und III (2006) Michael Lentz: Sprecher, Aktionen, Geräusche / Kristi Becker, Benjamin Kobler, Jan Philip Schulze: Klavier / Dirk Marwedel: Schiefertafeln / Orm Finnendahl, Josef Anton Riedl: Klangregie 22:00 Uhr Filmvorführung MICROTON - science+sounds Der Wissenschaftsfilm ist als Kurzfilm-Genre bisher weitgehend unentdeckt, obwohl sein Einfluss auf unseren Alltag enorm ist. Wo Forscher unter Aufbietung raffiniertester Tricktechniken Vorgänge sichtbar machen, die sich in Bruchteilen von Sekunden ereignen, entstehen oft Filme von hohem ästhetischem Reiz. In das allgemeine Bewusstsein rückt die Arbeit der Wissenschaftsfilmer zur Zeit im Zusammenhang mit den Beobachtungen zum Klimawandel. In dem Sonderprogramm MICROTON - Science and Sounds haben wir Komponisten und Klangforscher aus den Bereichen Neue und Elektronische Musik gebeten, die Prozesse aus historischen und aktuellen Wissenschaftsfilmen zum Klingen zu bringen. Ein Filmkonzert mit vibrierenden Sinustönen und Wassertropfen in stroboskopischem Licht. Die MICROTON FILME 1. C 611 - Verformung von Metallkristallen 8:40 min Video ca. 1950 2. E 2250 - Martensitische Umwandlung in Kupferlegierungen Teil 2 9:00 min Video 3. C 10009 - Amyloplastenwanderung 2:50 min Video 1994 4. E 835 - Fadenförmige Korrosion 8:50 min Video 5. E 2577 - Tantalhydrid Phasenübergänge 7:20 min Video 6. C1699 - Kristallistion von Polypropylen 10:20 min Video 1981-1988 7. C 621 - Kristallwachstum 9:40 min Video ca. 1950 8. C7223 - Erstarren von Bernsteinsäure 1:00 min Video 9. C 816 - Übergang von laminarer zu turbulenter Strömung 10:30 min Video 10. H 7 - Silizium - Schaltkreis 5 6:00 min Video 2007 Samstag, 29. März 2008 10:00 – 13:00 Uhr Kleiner Saal Materialforschung und Funktionspolyphonie. Konstanten und Variablen meiner Vokalkomposition „Komplementaritäten. Aufgeladene Zentren im Komponieren Adriana Hölszkys“ „… das können wir auch!“ 14:30 – 18:00 Uhr Kleiner Saal High-Tech - Low-Tech Einführung Was heißt hier komponieren? Getrommelt mit Tuben Experimentelle Musik aus digitalisierten Alltagsklängen - Anmerkungen zum kreativen Umgang mit Neuen Medien im Musikunterricht Klang, Laut, Sprache, Geräusch Samstag 18:30 – 19:30 Uhr Großer Saal Wie jedes Jahr wollen wir es wagen, die Ergebnisse unserer JugendMusikWerkstatt der interessierten Öffentlichkeit vor zu stellen – auch wenn wir nicht im Voraus wissen können, was bei der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen heraus kommen wird. Denn die Arbeit der beteiligten Kinder und Jugendlichen ist nicht fürs stille Stübchen gedacht, sondern soll sich durchaus dem liebevoll-kritischen Blick des Publikums stellen dürfen. Schließlich zeigt sich erst in der Präsentation, ob das Erdachte, Erprobte und Geübte auch vor mehr oder weniger Unbeteiligten Bestand hat. Und endlich klingt hier die Musik der Zukunft, die wir vertrauensvoll in die Hände unserer Kinder legen wollen. Denn das, womit wir uns befassen, sollen auch sie in die eigenen Hände nehmen und begreifen dürfen – als kompetente Hörer, fähige Musiker und verantwortungsbewusste Gestalter einer gemeinsamen zukünftigen Kultur. 22:00 Uhr Nachtkonzert im Gewölbekeller des Jazzinstituts Solo-Performance Stephan Froleyks getrommelt, mit tuben toppot two hands, two bows Fünfzig Messer Im Schatten hoher Bäume Achtung: die Platzkapazität ist durch feuerpolizeiliche Vorgaben im Jazzinstitut auf 99 Personen begrenzt! Praxisworkshops für Erwachsene Donnerstag 9:15 – 9:45 Uhr; Freitag, 8:45 – 9:15 Uhr; Samstag 9:15 – 9:45 Uhr Donnerstag bis Samstag, jeweils 14:30 – 16:00 Uhr, Kammermusiksaal Lehrerworkshops zur JugendMusikWerkstatt Freitag, 11:30 – 13:00 Uhr, Kammermusiksaal Freitag, 16:30 – 18:00 Uhr, Raum 210 Samstag, 10:00 – 11:30 Uhr, Raum 208 JugendMusikWerkstatt 2008: Kurse und Workshops speziell für Kinder und Jugendliche Mittwoch, 11:00 – 12:30 Uhr; Donnerstag – Freitag, 9:30 – 11:00 Uhr; Samstag, 10:00 – 11:30 Uhr Mittwoch, 13:00 – 14:30 Uhr; Donnerstag – Freitag, 11:30 – 13:00 Uhr; Samstag, 12:00 – 13:30 Uhr Mittwoch, 15:00 – 16:30 Uhr, Donnerstag – Freitag, 11:30 – 13:00 Uhr und 14:00 – 15:30 Uhr, Samstag, 12:00 – 13:30 Uhr Organisatorisches Anmeldung I. Gebühren Mitglieder Nicht-Mitglieder Konzertkarten JugendMusikWerkstatt * Ermäßigung für Studierende, Schüler, Wehr- und Zivildienstleistende, Arbeitslose II. Mitgliedsbeiträge (pro Jahr) Übernachtungsmöglichkeiten Unterkunft in der Jugendherberge Parkmöglichkeiten Auskünfte Tagungsbüro Akademie für Tonkunst, Ludwigshöhstraße 120, 64285 Darmstadt, Telefon 06151-132001. Zu erreichen vom Hauptbahnhof mit der Straßenbahn bis Endhaltestelle Lichtenbergschule/Musikakademie. Tagungskarten Fortbildung |
|||
|
||||