|
||||
|
Publikationen |
JugendMusikWerkstatt 2009 Kurse und Workshops speziell für Kinder und Jugendliche Neue Musik bietet schon Kindern vielerlei Ansatzpunkte zu eigenen musikalischen Aktivitäten. Bereits mit Beginn des Musikunterrichts ist eine spannende Arbeit auch mit anspruchsvollen Werken beziehungsweise in deren Kontext möglich. Voraussetzung ist ein praktischer, schöpferischer und künstlerischer Zugang, der bei den Erlebnis- und Gestaltungsfähigkeiten der Kinder und Jugendlichen ansetzt. Ziel ist dabei, Kindern und Jugendlichen durch eigene gestalterische Tätigkeiten einen unmittelbaren und differenzierten Zugang zu Musik zu verschaffen. Sie machen Erfahrungen, durch die sich ihre Hörgewohnheiten entwickeln, ihr Musikbegriff sich erweitert und nicht zuletzt auch ein neues musikalisches Handlungsrepertoire entsteht und differenziert wird. Ausgehend von den durchweg positiven Erfahrungen unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehen wir eine große Chance darin, jungen Menschen so früh wie möglich einen qualifizierten Zugang zur zeitgenössischen Musik zu ermöglichen. Darum bieten wir seit einigen Jahren im Rahmen unserer Tagung Kurse für Kinder und Jugendliche an. Die Angebote der JugendMusikWerkstatt richten sich an Menschen im Alter von 7 bis 18 Jahren. In vier Kursen erhalten sie Gelegenheit, auf schöpferisch-musikalische Weise künstlerischen Fragestellungen auf den Grund zu gehen und sich dabei Zugänge zur Musik und zu den ästhetischen Positionen der bei der Tagung vorgestellten Komponisten im Besonderen und zeitgenössischer Musik im Allgemeinen zu verschaffen. Die Kurse sind integrierter Bestandteil der Tagung und finden in den gleichen Räumlichkeiten statt. Dadurch nehmen die Teilnehmer der JugendMusikWerkstatt am Tagungsgeschehen teil, und sie haben die Möglichkeit, Vorträge und Diskussionen zu verfolgen sowie Konzerte zu besuchen. So arbeitet die JugendMusikWerkstatt innerhalb einer lebendigen, produktiven, reflektierenden Musikszene. WICHTIG: Mittwoch – Samstag: 10:00 – 11:00 Uhr Im Verlauf des Kurses werden die grundlegenden Spieltechniken der cubanischen Congas bzw. der arabischen Rahmentrommel erläutert und erlernt. Typische traditionelle Rhythmen werden erlernt und zu kleinen Trommelstücken arrangiert. Mittwoch – Samstag: 11:15 – 13:15 Uhr Im direkten Austausch zwischen Musik und Bildender Kunst werden visuelle Ausdrucksformen mit musikalischen Vorgängen verbunden. In einem lebendigen Prozess sollen ganz unterschiedliche Möglichkeiten erarbeitet werden, wie beides in einander greift und sich zu einem Gesamteindruck oder Wechselspiel verbindet. Stimmen, Geräusche, Rhythmen und Melodien sind genauso gefragt wie Bildmotive, Farben, Strukturen, Materialcollagen oder Körperaktionen. Es geht nicht um Illustrationen sondern um eine experimentelle Erweiterung und Vertiefung des Hörbaren durch das Sichtbare und umgekehrt. Es kommt nicht auf Können an, sondern auf die Lust, Ideen zu ergreifen und diese in einem kreativen Spiel zwischen Musik und Bildender Kunst in eine wahrnehmbare Form zu bringen. Mittwoch – Samstag: 14:15 – 15:15 Uhr Der Raum kann selbst zur Membran, zum Instrument werden. Die Gegenstände, seine Bestandteile zu Anregern: Stühle, Böden, Tische, Gitter, Verkleidungen.... Im Workshop sollen einige Möglichkeiten ausprobiert werden, wie mit im Raum Vorhandenem Musik herzustellen ist. Dazu sind keine Instrumente erforderlich. Alles im Raum Verfügbare ist Material, das auf seine akustischen Eigenschaften untersucht werden soll. Mittwoch – Samstag: 15:30 – 16:30 Uhr Samstag 17:00 – 18:00 Uhr Großer Saal Wie jedes Jahr wollen wir es wagen, die Ergebnisse unserer JugendMusikWerkstatt der interessierten Öffentlichkeit vor zu stellen – auch wenn wir nicht im Voraus wissen können, was bei der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in diesen wenigen Tagen heraus kommen wird. Denn die Arbeit der beteiligten Kinder und Jugendlichen ist nicht fürs stille Stübchen gedacht, sondern soll sich durchaus dem liebevoll-kritischen Blick des Publikums stellen dürfen. Schließlich zeigt sich erst in der Präsentation, ob das Erdachte, Erprobte und Geübte auch vor mehr oder weniger Unbeteiligten Bestand hat. Hier klingt die Musik der Zukunft, die wir vertrauensvoll in die Hände unserer Kinder legen wollen. Denn das, womit wir uns in unserer Arbeit befassen, sollen auch sie in die eigenen Hände nehmen und begreifen dürfen – als kompetente Hörer, fähige Musiker und verantwortungs-bewusste Gestalter einer gemeinsamen zukünftigen Kultur |
|||
|
||||