Kuratoren:
Janusz Stefanski (Musiker & Dozent))
Allen Jacobson (Musiker & Dozent)
Wolfram Knauer (Leiter des Jazz-Instituts Darmstadt)
Peter Schneckmann (Veranstalter & Kultur in der Fabrik)
Jazz hat in Hessen – und insbesondere in der Stadt Frankfurt – eine lange Tradition. Wer darüber spricht, denkt sofort an Musiker wie Albert und Emil Mangelsdorff, an das älteste Jazzfestival der Welt und auch an die sommerliche Reihe „Jazz im Palmengarten“. Immer noch können sich die Region und das Land herausragender Jazzmusiker rühmen, die auf den internationalen Bühnen präsent sind. Viele von ihnen gehören allerdings in die Altersgruppe der „50+“.
Es ist leider nicht zu übersehen, dass es gegenüber den „glorreichen Zeiten“, als sich Frankfurt mit gutem Recht als „Hauptstadt des Jazz“ ansehen konnte, deutliche Veränderungen gegeben hat. Oft wird darüber geklagt, dass es gerade für den Nachwuchs der jüngeren Jazzmusiker zu wenig Chancen gibt, gefördert zu werden und Bühnenerfahrungen zu sammeln.

Mit einem kleinen Beitrag will nun der Verein „Kultur in der Fabrik e.V.“ gemeinsam mit der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) und dem Jazz-Institut Darmstadt in dem von ihm betriebenen Kulturzentrum „Die Fabrik“ dafür sorgen, dass sich diese Situation verändert.
Das Motto des Projekts, „jazzlab“, gibt bereits den wichtigsten Hinweis auf den inhaltlichen Ansatz der Idee: Vertreter der „alten Garde“ sollen jeweils mit einer Nachwuchsformation im Proberaum arbeiten und sie auf der Bühne präsentieren. Im Vordergrund steht dabei stets das musikalische Profil des Nachwuchses, auch wenn die “coaches” beim Konzert mal zum eigenen Instrument greifen.
Partner und ein Kleeblatt von Kuratoren
Um dem Projekt von Beginn an gute Startbedingungen zu geben, hat sich der Verein erfolgreich nach Kooperationspartnern und Experten umgesehen. So ist gleich zu Beginn die Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt (HfMDk) mit an Bord, vertreten durch den MusikerAllen Jacobson, der auch für das JazzFest der Hochschule verantwortlich zeichnet. Damit ist auch der Studiengang der HfMDK einbezogen. Bekannte Jazzmusiker wie Michael Sagmeister, Annemarie Roelofs, Gerd Putschögl, Christoph Spendel und Vitold Rek und andere mehr unterrichten hier.
Durch die Mitarbeit von Wolfram Knauer, dem Leiter des Jazz-Instituts in Darmstadt, das unter anderem Herausgeber des „Wegweisers Jazz“ ist, stehen dem Projekt umfangreiches Wissen und ein Netz von Kontakten zur Verfügung. Schließlich bringt auch Schlagzeuger Janusz Stefanski, hessischer Jazzpreisträger 2003 und seit 1993 Dozent in der Abteilung Jazz und populäre Musik an der Universität Mainz eine über 40-jährige Bühnenerfahrung mit ein.
Gemeinsam mit ihnen bildet Peter Schneckmann als langjähriger Veranstalter und Vertreter für die „FABRIK“ das Kleeblatt der Kuratoren, die sich als Vermittler zwischen den jungen Musikern und der „alten Garde“ sehen. Von ihm stammt auch die Idee für die Veranstaltungsreihe.
Aufgabe der Kuratoren ist, diejenigen Nachwuchsmusiker auszuwählen, die sich zunächst für eines der vier für 2010 anvisierten Konzerte in der „FABRIK“ bewerben.

Offenheit für alle Stilrichtungen – aber “mehrheitlich hessisch” & “im Schnitt bis 30″ muss es schon sein
Offen ist „jazzlab“ für alle Jazzer, die (im Banddurchschnitt) noch nicht älter als 30 Jahre sind, ihren Lebensmittelpunkt mehrheitlich in Hessen haben und aussagefähiges Material zur Verfügung stellen können. Eine Eingrenzung durch eine bestimmte Stilrichtung des Jazz besteht ausdrücklich nicht. Die genaueren Anforderungen können auf dieser Webseite (siehe rechte Spalte) eingesehen und bei der „FABRIK“ als PDF-Datei abgerufen werden.
Bühnenerfahrung und Medienpräsenz im Zusammenspiel mit hessischer Jazzprominenz zu unterstützen, Professionalität im Umgang mit Veranstaltern wie Medien zu fördern – und nicht zuletzt neue (nicht nur musikalische) Erfahrungen in der Kooperation mit der „alten Garde“ anzubieten, darin bestehen die wichtigsten Ziele von „jazzlab“.
Begonnen wird bereits am 17.2.2010 mit einem Konzert, in dem Janusz Stefanski und Allen Jacobson gemeinsam eine junge Band präsentieren, die sich an der Hochschule für Musik zusammengefunden hat und ihre erste CD präsentieren wird: „The Academic Project (TAP)“.
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Frankfurt am Main.
